Renovierung 2014 hier

 

Erzbischof Marx setzt Reliquien bei und weiht Altar

EndgĂŒltiger Abschluss der mehrjĂ€hrigen Innenrenovierung

Erstmals kam vom Erzbistum MĂŒnchen und Freising Erzbischof Kardinal Dr. Reinhard Marx in den Ort. Grund war die Altarweihe mit Reliquien-Beisetzung in der Pfarr- und Wallfahrtskirche „MariĂ€ Himmelfahrt“. Musikalisch umrahmten Organist Kristian Aleksic sowie mehrere BlĂ€ser der örtlichen Trachtenkapelle das Ereignis. Im voll besetzten Kirchenschiff waren neben Vertretern aus dem Ordinariat auch Landrat Georg Grabner und Ainrings 1. BĂŒrgermeister Hans Eschlberger sowie der evangelische Pfarrer Werner Buckel anwesend.

Nach dem Kardinal Dr. Marx aus dem Auto stieg, begrĂŒĂŸten ihn die örtliche Trachtenkapelle mit Musik und die Feldkirchner BöllerschĂŒtzen mit SalutschĂŒssen. HĂ€ndeschĂŒtteln hieß es fĂŒr die Seelsorger, Pfarrer Wernher Bien, Pfr. i. R. Anton Parzinger, Pfarrvikar Hans-Hermann Holm-elin, die Diakone Ulrich Portisch und Eugen Matuschek, Kirchenpfleger Martin Reiter und Pfarrgemeinderatsvorsitzender Elisabeth Kern. Aber auch die PGR-Vorsitzenden und Kirchenpfleger aus Ainring und Thundorf sowie Ainrings 1. BĂŒrgermeister Hans Eschlberger und Landrat Georg Grabner hießen den hohen kirchlichen WĂŒrdentrĂ€ger willkommen. Die GlĂ€ubigen auf dem Dorfplatz und im Eingangsbereich zur Kirche wurden vom Erzbischof mit Weihwasser gesegnet.

Klangvolles Orgelspiel begleitete den Einzug der Zelebranten und Ministranten. Auf beiden Seiten im Presbyterium hatten Fahnenabordnungen weltlicher Vereine und kirchlicher Gruppierungen Aufstellung genommen „Wohin soll ich mich wenden war das Eröffnungslied und Pfarrer Wernher Bien begrĂŒĂŸte den Erzbischof und sprach danach auswendig ein von ihm selbstverfasstes Gedicht worin es unter anderem hieß: „Und wertvoll nun auch der Altar, vom Erzbischof gesegnet, lĂ€sst uns erahnen: Es ist wahr, dass Großes hier begegnet. Gott will uns Menschen nahe sein, sich eng mit uns verbinden. Hier am Altar tritt Wandlung ein, dass wir im Brot ihn finden. Dieser Altar, vom Baum ein Teil massiv herausgeschnitten weist hin auf Ihn, der uns zum Heil am Holz fĂŒr uns gelitten. So eint die Kirch‘ alt und modern, lĂ€dt ein zu frohem Feste. Wir folgen ihrem Rufe gern, denn Gott gebĂŒhrt das Beste.“ Als die Verse verklungen waren, bat der Pfarrer den Kardinal um Eröffnung des Gottesdienstes. „Liebe BrĂŒder und Schwestern zu Beginn der feierlichen Weihe des Altares lassen wir uns mit gesegnetem Wasser besprengen. Es erinnert uns an die Taufe, dass wir in die Kirche aufgenommen wurden, es ist auch Zeichen unserer Besinnung und Umkehr zu Gott. Der Altar der Sinnbild Christi in unserer Mitte ist und die anderen StĂ€tten die uns an die Gegenwart des Herrn in unserer Mitte erinnern wird ebenfalls mit dem gesegneten Wasser besprengt.“ Zur Tauferneuerung sang die Gemeinde das Lied „Fest soll mein Taufbund immer stehen..“. Kardinal Dr. Marx segnete im Anschluss daran den neuen Ambo. Lektorin Maria Auer las die ersten Texte am Tisch des Wortes zu verkĂŒnden in dem sie aus dem Buch Jeremia las wo vom neuen Heil fĂŒr Jerusalem und Juda die Rede war. Nach einem Zwischengesang brachte Lektor Joseph MĂŒhlbauer die Lesung aus dem 1. Brief des Apostel Paulus an die Thessalonicher zu Gehör. Sehr feierlich sang mit seiner sonoren Stimme Diakon Ulrich Portisch das Lukas-Evangelium, welches vom Kommen des Menschensohnes und Mahnungen im Hinblick auf das Ende zum Inhalt hatte.

Danach schritt der Erzbischof vor den Volksaltar und hielt eine frei vorgetragene Predigt. Er sprach zunĂ€chst von dem Wort das in unseren Tagen so hĂ€ufig benutzt wird, nĂ€mlich Krise. „Wir werden ĂŒberfallen von Finanzkrise, Kirchenkrise, Gotteskrise was auch immer, jedenfalls das GefĂŒhl, dass nichts ganz so bleibt wie es war. Aber was steckt dahinter mit all den realen Problemen, dass wir nicht verschweigen, dass wir in einer wirklichen schweren Ausforderung sind, in der europĂ€ischen, politischen Situation. Oder es könnte jemand ĂŒbersehen, dass wir auch die Kirche erleben in einer großen Umbruchszeit, niemand kann das ĂŒberschauen. Mit Krise wird die eigene Unsicherheit deutlich.“ Im Advent sei der Ruf wachsam zu sein und zu beten. Wachsamsein heiße aufwachen, nicht einschlafen, nicht mĂŒde werden, dies sei damit gemeint Es gelte am Tage hellwach zu sein, um zu sehen; was das Leben wirklich bedeute, worauf es ankomme.

Mit Trunksucht werde die Wirklichkeit ausgeblendet und mit den Sorgen des Alltags mache einen klein und man verliere den Blick auf das, was zĂ€hle und kostbar sei. Man solle sich nicht vernebeln lassen und nicht im Alltag verkriechen, sondern aus dem Nebel heraus, wachsam ringsum schauen, worauf es ankomme und schauen auf den der die Botschaft gebe und Himmel und Erde ĂŒberlebe. Weiter verkĂŒndete der MĂŒnchner Oberhirte, dass Altar und Ambo ein Einheit seien, und die Kirche das Herz der Gemeinde sei. Der Altar werde behandelt wie Christus, wie ein Mensch wird er gesalbt, er soll deutlich machen, hier sei ein fester Bunker, ein fester Ort, ein bestĂ€ndiger Punkt. „Christus ist hier im Zeichen des Altares und wenn wir uns versammeln, die heilige Messe feiern, tun wir das wichtigste ĂŒberhaupt, was wir tun können“ betonte Kardinal Dr. Marx. Die Eucharistiefeier sei ein wesentlicher Punkt des postoralen Lebens einer Pfarrei. Am Schluss seiner AusfĂŒhrungen sagte er: „Mit großer Freude hören wir das Wort Jesu: Richtet euch auf, habt keine Angst auch in Krisen, in der ErschĂŒtterung eures Lebens und er sagt weiter, richtet euch auf, schaut auf ihn, denn eure Erlösung ist nahe.“

Der große Ritus der Weihezeremonie wurde mit der Allerheiligenlitanei eingeleitet, Hans Winkler war der VorsĂ€nger und die MĂ€nnerschola des Kirchenchors gab den Antwortgesang. „In der Feier der Eucharistie wissen wir uns mit Christus verbunden mit allen Glaubenden, den Lebenden und den Verstorbenen, in besonderer Weise sind die Heiligen Zeugen dieser Verbundenheit. Darum setzen wir nun die Reliquien des seligen Kaspar Stanggassinger und des seligen Otto von Freising diesem Altar bei“, erklĂ€rte der Kardinal. Pfarrer Wernher Bien durfte den BehĂ€lter mit den Überbleibsel der Seligen den dafĂŒr freigelassen Bereich geben. Bildhauer und Erschaffer von Ambo und Altar, Werner Mally war es vorbehalten in der StĂŒtze/SĂ€ule des Altars den Bereich mit den Reliquien fĂŒr immer zu versiegeln. Danach wurde die Altarplatte von Erzbischof Dr. Marx mit Weihwasser besprengt, mit Chrisam gesalbt, dem Öl das auch bei der Taufe und der Firmung Verwendung findet. An den vier Ecken des Altars und in der Mitte wurden kleine Stahlplatten mit Wachsdochten ausgelegt, als symbolische Erinnerung an die fĂŒnf Wundmale Christi. Anschließend hĂ€ufte der hohe kirchliche WĂŒrdentrĂ€ger Weihrauch auf und entzĂŒndete diesen und die Dochte. WĂ€hrend der Rauch des Weihrauchs sich im Altarraum verteilte, kniete der Altardienst vor dem Altar nieder und der Hauptzelebrant sprach ein Weihegebet.

Mesner Reinhard Seidl löschte das Feuer aus und es folgte die Reinigung des Altars durch Kirchenpfleger Martin Reiter und PGR-Vorsitzender Elisabeth Kern. Die beiden Gremiumsmitglieder deckten danach den Altar mit TĂŒchern ein. Im weiteren Verlauf der festlichen Liturgie sang die Gemeinde mehrere Lieder. Der kirchliche PurpurtrĂ€ger segnete die Kerzen im Presbyterium und auch den Adventskranz, wo er die erste Kerze zum 1. Advent entzĂŒndete. WĂ€hrend der Kommunionausteilung gab es ein Orgelzwischenspiel von Kristian Aleksic und dem schloss sich den Feldkirchner BlĂ€sern das Benedictus von Joseph Haydn an.

Bevor Erzbischof Kardinal Dr. Reinhard Marx den pontifikalen Segen spendete, dankte er der Pfarrei fĂŒr das MĂŒhen im inneren und Ă€ußeren und geistlichen Leben. Erfreut zeigte er sich von der Belebung der Wallfahrt, welche mit Höhen und Tiefen durch die Geschichte hindurch ging.

In seinem Segensgebet bat er um die FĂŒrsprache der Gottesmutter und den Segen fĂŒr die Gemeinde und fĂŒr alle die in dieser Kirche Trost, Hoffnung und Hilfe suchen.

Mit einem inbrĂŒnstigem „ Großer Gott, wir loben dich“ verlies der liturgische Dienst dann das Kirchenschiff und beendete somit die Feierlichkeit in der Marienkirche.

Nach dem Auszug verweilte Erzbischof Dr. Marx mit den Seelsorgern und den Ministranten noch am Priestergrab.

In der Kirche betrachten mehrere Personen den neuen Altar, den Ambo und die Sedilien von der NĂ€he und der KĂŒnstler Werner Mally stand fĂŒr Fragen zur VerfĂŒgung. FĂŒr die geladenen GĂ€ste gab es dann im Gasthaus Gumping ein gemeinsames Mittagessen.

Andreas Pils

Altarsalbung mit Chrisam

Besprengung Ambo mit Weihwasser

 

 

 

Neuer Altar fĂŒr Marienkirche in Arbeit

Zur Einweihung im Dezember kommt Erzbischof Marx

Der Arbeitskreis „Innenrenovierung Altarraumgestaltung“ traf sich zu einer Besprechung wegen des neuen Volksaltars. Zwischen 2003 und 2009 wurde die Innenrenovierung unserer Pfarr- und Wallfahrtskirche „MariĂ€ Himmelfahrt“ vorgenommen, nur die Gestaltung des Presbyteriums blieb offen. Nachdem der Auftrag fĂŒr die Anschaffung von Altar, Ambo und Sedile erteilt ist, ging es ĂŒber die Vorbereitung zur Altareinweihung beim Pontifikalamt am 2. Dezember.

Vor allen Dingen stellt der derzeitige Volksaltar mit dem Ambo ein Provisorium dar. Vor rund 40 Jahren war dies die gĂŒnstigste Form einer Anpassung des vorhandenen Stils. Damit das Gesamtbild stimmig wird, werden die seitlichen BĂ€nke und die HolzrĂŒckwand durch Sedilien ersetzt.

Die wichtigste Orte im Gotteshaus, wo die Eucharistie gefeiert wird, sind der Volksaltar und der Ambo, das Lesepult. Vom erzbischöflichen Kunstreferat kam der Vorschlag als Material Holz zu verwenden, dies befand auch die Kirchenverwaltung fĂŒr gut. Auch der Pfarrgemeinderat ist hier zur Meinungsbildung hinzugezogen worden.

Wenn es um Holz geht, so arbeitet das Kunstreferat mit dem zeitgenössischen Bildhauer Werner Mally zusammen, einem seit Jahren im sakralen Bereich beheimateten KĂŒnstler. Der Volksaltar wird aus einem großen alten Eichenstamm mit 1,40 Meter Durchmesser als Winkel herausgeschnitten. Von der Mitte wird ein StĂŒck herausgenommen und nach vorne als blaue SĂ€ule gesetzt als Symbol fĂŒr Jesus als StĂŒtze fĂŒr die Christen. Der Altar wirkt dann durchgĂ€ngig, wie eine TĂŒr. Er wirkt nicht schwer und verdeckt in keiner Weise den imposanten Hochaltar. Der neue Altar wird in den Ausmaßen etwas kleiner sein als das bisherige Provisorium. Er wird etwas zurĂŒckgesetzt, damit er umschritten werden kann. Altar und Ambo werden fest verankert. Der neue vorgesehene Ambo, schaut von jeder Seite betrachtet - anders aus. Von vorne durchlĂ€ssig, von den Seiten einmal sehr schmal durch diese zierliche SĂ€ule und von der anderen Seite krĂ€ftig und stark. Oben ist er abgeschrĂ€gt zum besseren Lesen. Ein Mikro wird nicht eingearbeitet, sondern neben dem Ambo gibt es ein Schwanenhalsmikrofon. Die Beleuchtung kommt von der Seite, die Strahler mĂŒssen dazu entsprechend ausgerichtet werden. Der Ambo (Tisch des Wortes) ist ein liturgischer Ort, so wie ein Altar und deshalb wird hier nichts angebohrt oder aufgeschraubt. Er symbolisiert in seiner unverrĂŒckbaren Position das Wort Gottes, das hier verkĂŒndet wird und das unverĂ€nderbar ist.

Die Sedilien (Hocker) auf dem der Zelebrant und die Messdiener sitzen, werden ebenfalls neu aus Eichenholz gefertigt. „Das ChorgestĂŒhl an den SeitenwĂ€nden stammt aus den 50-iger oder 60-iger Jahren und wird durch neue BĂ€nke ohne RĂŒckenlehne ersetzt.

Am Sonntag, 2. Dezember findet um 9.30 Uhr in der Marienkirche ein Pontifikalamt statt. Im Rahmen dessen nimmt der Erzbischof von MĂŒnchen und Freising Kardinal Dr. Reinhard Marx die Altarweihe vor. Zuvor wird der Oberhirte mit SalutschĂŒssen der BöllerschĂŒtzen und durch die Trachtenkapelle Feldkirchen musikalisch begrĂŒĂŸt.

Andreas Pils

 

 

 

Provisorischer Volksaltar und Ambo werden ersetzt

Schlusspunkt der Innenrenovierung mit Altarraumgestaltung

Zwischen 2003 und 2009 wurde die Innenrenovierung der Pfarr- und Wallfahrtskirche „MariĂ€ Himmelfahrt“ vorgenommen. Offen blieb noch die Altarraumgestaltung, welche die Kirchenverwaltung endgĂŒltig erst mit dem Priesterwechsel angehen wollte. Jahrelange GesprĂ€che wurden nun zum Abschluss gebracht und Kirchenverwaltung, Pfarrgemeinderat und Wernher Bien der seit mehr als einem Jahr als Pfarrer im Pfarrverband Ainring wirkt, kamen ĂŒberein, die Altarraumgestaltung umzusetzen und die Provisorien abzulösen.

Die Marienkirche wurde 1516 bis 1521 erbaut und nach der Entstehung durch Chiemseebischof Berthold PĂŒrstinger am 29. September 1521 eingeweiht. In gut sechs Jahren konnte die Innenrenovierung im Jahre 2009, bis auf die Altarumgestaltung abgeschlossen werden.

In der Pfarr- und Wallfahrtskirche finden sich verschiedene Stilrichtungen: Der Bau ist gotisch, die AltĂ€re sind barock, der Tabernakel ist Rokoko. Das LaiengestĂŒhl aus dem 19. Jahrhundert wurde „modernisiert“ und nur die Außenteile blieben gotisch.

Beim Besuch in der Pfarr- und Wallfahrtskirche „MariĂ€ Himmelfahrt“ sagte kĂŒrzlich Dr. Heisig: „Sie haben hier in Feldkirchen eine Kirche von hoher QualitĂ€t, dank der grundlegenden Renovierung fĂŒr ĂŒber 872.000 Euro. Das Ergebnis ist doch sehr beeindruckend.“ ErklĂ€rend zur Vergangenheit betonte Dr. Heisig: „Die prunkvolle Ausstattung dieser Kirche wurde in einer Zeit geleistet, wo weniger Geld als heute vorhanden war und wir mĂŒssen uns bewusst sein, dass dies ein besonderer Ort ist. Diese Leute haben alles daran gesetzt, Gott nach KrĂ€ften durch einen Kirchenbau zu ehren.“

Nach langjĂ€hriger Restauration wurden auch der Hochaltar, die SeitenaltĂ€re sowie die Kanzel mit einbezogen. Der wichtigste Teil im Gotteshaus, wo die Eucharistie gefeiert wird, ist der Volksaltar und der Ambo. Diese wurden vor gut 40 Jahren dem vorhandenen Stil in der gĂŒnstigsten Form angepasst. Der Ambo ist zum Beispiel eine Katalogware.

Diverse ZusammenkĂŒnfte der Kirchenverwaltung mit dem damaligen Pfarrer, Geistlichen Rat Anton Parzinger beschĂ€ftigte das Gremium mit der Gestaltung des Altarraumes. Erstmals widmeten sich die örtlichen EntscheidungstrĂ€ger dem Thema im Jahr 2006. Man war auch unterwegs zu anderen Kirchen und schaute sich dort neue AltĂ€re an. Vorwiegend bestanden die VolksaltĂ€re aus Stein, gerade in dieser Richtung wurde auch zu einem KĂŒnstler Kontakt aufgenommen. Vom Kunstreferat kam der Vorschlag als Material Holz zu verwenden, dies befand auch die KV fĂŒr gut. Auch der Pfarrgemeinderat ist zur Meinungsbildung hinzugezogen worden.

Nun wurde kĂŒrzlich mit Pfarrer Wernher Bien ebenfalls durch den KĂŒnstler Werner Mally , Dr. Alexander Heisig vom Kunstreferat und Dipl.-Ing. Martin Fesl vom Baureferat des Erzbistums MĂŒnchen und Freising die HintergrĂŒnde der neuen Altarraumgestaltung erörtert.

Wenn es um Holz geht, so arbeitet das Kunstreferat mit dem zeitgenössischen Bildhauer Mally zusammen, einem seit Jahren im sakralen Bereich beheimateten KĂŒnstler. Schon 2008 stellte Mally Skizzen und Miniaturen den gewĂ€hlten Gremien vor und gab dazu seine Gedanken preis.

Der Volksaltar wird aus einem großen alten Eichenstamm mit 1,40 Meter Durchmesser als Winkel herausgeschnitten. Von der Mitte wird ein StĂŒck herausgenommen und nach vorne als blaue SĂ€ule gesetzt, so wie Jesus Christus fĂŒr uns eine StĂŒtze ist. Der Altar wirkt dann durchgĂ€ngig, wie eine TĂŒr. Er wirkt nicht schwer und verdeckt in keiner Weise den imposanten Hochaltar. Dr. Heisig: „Das Leben des Baumes kann man spĂŒren.“

Der neue Altar wird in den Ausmaßen etwas kleiner sein - als das bisherige Provisorium. Er wird etwas zurĂŒckgesetzt, damit er umschritten werden kann. Altar und Ambo werden fest verankert.

Unter dem Altar wird im Boden eine Reliquie beigesetzt. Die Altarweihe wird durch den Bischof vorgenommen.

Der neue vorgesehene Ambo, schaut von jeder Seite betrachtet - anders aus. Von vorne durchlĂ€ssig, von den Seiten einmal sehr schmal durch diese zierliche SĂ€ule und von der anderen Seite krĂ€ftig und stark. Oben ist er abgeschrĂ€gt zum besseren Lesen. Ein Mikro wird nicht eingearbeitet, sondern neben dem Ambo gibt es ein Schwanenhalsmikrofon. Die Beleuchtung kommt von der Seite, die Strahler mĂŒssen dazu entsprechend ausgerichtet werden. Der Ambo (Tisch des Wortes) ist ein liturgischer Ort, so wie ein Altar und deshalb wird hier nichts angebohrt oder aufgeschraubt. Er symbolisiert in seiner unverrĂŒckbaren Position das Wort Gottes, das hier verkĂŒndet wird und das unverĂ€nderbar ist.

Die Sedilien (Hocker) auf dem der Zelebrant und die Messdiener sitzen, werden ebenfalls neu aus Eichenholz gefertigt. „Das ChorgestĂŒhl an den SeitenwĂ€nden stammt aus den 50-iger oder 60-iger Jahren und hat den Charme einer Eckbank in der KĂŒche und man kann das Ende der Wand nicht erkennen“, so die Feststellung von Dr. Heisig. Damit die Höhe und Weite des Altarraumes nicht eingeschrĂ€nkt wird, werden BĂ€nke ohne RĂŒckenlehne neu gefertigt.

Bevor der endgĂŒltige Standort von Altar und Ambo bestimmt wird, fertigt der KĂŒnstler Werner Mally einen entsprechend großen Attrappennachbau. Dieser wird in der Apsis aufgestellt und eventuelle Änderungen können dadurch besser berĂŒcksichtigt werden. Es ist also noch viel Arbeit und Aufwand von Nöten.

Der schachbrettartige querverlegte Fußboden besteht aus Adneter und Untersbergmarmor. Der Altarraum soll besser zur Geltung kommen, weshalb kĂŒnftig auf flĂ€chendeckende Teppiche verzichtet wird.

FĂŒr die Neugestaltung gibt noch kein offizielles Kostenangebot, die SchĂ€tzung liegt bei etwa 60.000 Euro. An dem Vorhaben beteiligt sich die Diözese mit 50 Prozent, die andere HĂ€lfte trĂ€gt die Pfarrei.

Wie die Herren Heisig und Fesl mitteilten, wird die Angelegenheit im Dezember dem Bau- und Kunstausschuss im Ordinariat zur Genehmigung vorgelegt.

Mit einer Altarweihe durch Weihbischof Wolfgang Bischof kann im Oktober 2012 gerechnet werden.

Andreas Pils

Skizze von KĂŒnstler Mally

Pfr. Bien, Dipl.-Ing. Fesl, Kirchenpf. Reiter, Dr. HeisigDr. Heisig erklÀrtC

 

 

Festgottesdienst zum Abschluss der Innenrenovierung hier

 

 

Das aktuelle Interview:

Kirchenpfleger Martin Reiter im GesprÀch

Flyer soll zur Wallfahrtsbelebung beitragen 

Nach rund sechsjĂ€hriger Innenrenovierung in unserer Pfarr- und Wallfahrtskirche „MariĂ€ Himmelfahrt“ steht eine Abschlussfeier an. Zu RĂŒckblick und Vorschau wurde der langjĂ€hrige Kirchenpfleger Martin Reiter von der Pfarrblatt-Redaktion befragt.

Pfarrblatt-Redaktion (PR):Warum musste eine Innenrenovierung unserer Marienkirche vorgenommen werden?

Reiter: Das Kirchenschiff war grau in grau. Diverse Fehlstellungen mit Anobienbefall waren aufgetreten. Auch die elektrischen Anlagen funktionierten nicht und die Umluftheizung nagte an der Substanz der AltĂ€re und Figuren. Viele Faktoren waren der Grund fĂŒr eine Innenrenovierung.

PR: Wann begannen die Arbeiten und wann wurden diese zum Abschluss gebracht?

Reiter: Mitte 2003 wurde mit der Heizung und Lautsprecheranlage begonnen und 2009 war mit der der Renovierung der Orgelarchitektur die Maßnahme abgeschlossen.

PR: Wie viele Mittel mussten fĂŒr die Maßnahme aufgebracht werden?

Reiter: 873.000 Euro waren die Gesamtkosten der Innenrenovierung, wobei die Pfarrei mit 306.000 Euro einen sehr großen Anteil leistete, und damit wesentlichen Beitrag zu einer gesicherten Finanzierung beitrug. Hervorzuheben sind die Übernahme von Patenschaften von rund 90.000 Euro, dazu knapp 90.000 Euro aus Geldspenden ĂŒber die ganze Renovierungsphase hinweg. Etwa 300.000 Euro kamen als ZuschĂŒsse in den Finanztopf. Die Kommune beteiligte sich mit 50.000 Euro an der Maßnahme.

PR: Es ist ein Flyer im Entstehen. Was hat es damit auf sich?

Reiter: Nach einer solch aufwĂ€ndigen Innenrenovierung prĂ€sentiert sich die Marienkirche in vollem Glanz und wir wollen versuchen die Wallfahrt, die ja schon vor Maria Plain und Maria Kirchental bestand, wieder aufleben zu lassen. Es war dies eine Idee vom Arbeitskreis Renovierung Pfarrkirche, die einen Flyer in Kombination mit der Pfarrkirche sowie dem Papst-Benedikt-Kreuzweg gestalteten. Dieser Flyer wird ab Ende Juli an die einzelnen Pfarreien in den BistĂŒmern MĂŒnchen und Freising, Passau, Regensburg, Linz und Salzburg verschickt. Mit der Einladung möchten wir den GlĂ€ubigen einen Tag der Besinnung, Kunst und Kultur sowie der aktiven Erholung ermöglichen.

PR:Erwartet die Pfarrei einen Pilgerstrom?

Reiter: In den letzten Monaten hatten wir schon einige Wallfahrten aus der nĂ€heren Umgebung und wir hoffen natĂŒrlich, dass diese Aktion fĂŒr einen Aufschwung sorgt.

PR:FĂŒr Wallfahrer soll eine KirchenfĂŒhrung angeboten werden. Das ist doch neu?

Reiter: Im Monat Mai besuchten bereits Christl Pyka, Lektorin und Wortgottesdienstleiterin in unserer Pfarrei sowie Kirchenverwaltungsmitglied Alois Griesbacher einen viertĂ€gigen Kurs in Freising. Außerdem fand  ein internes KirchenfĂŒhrerseminar mit unserem Restaurator Stefan Enzinger statt.  12 Personen nahmen bei dieser Schulung teil. Wir sind also gewappnet fĂŒr die Wallfahrer.

PR: Können die Pilger Devotionalien in Feldkirchen kaufen?

Reiter: Wir wollen im alten Pfarrhof einen Raum zur VerfĂŒgung stellen, sozusagen ein Wallfahrer-Dorfladen, wo es unsere bekannten „Bausteine“ wie Kerze, Fliese und Lesezeichen zu kaufen gibt. Weiters werden neue Ansichtskarten von den restaurierten AltĂ€ren und Figuren angeboten. Daneben wird der bekannte KirchenfĂŒhrer mit einem Einlegeblatt ĂŒber die Innenrenovierung ergĂ€nzt. Auch Informationen ĂŒber den Papst-Benedikt-Kreuzweg werden zur Auflage gebracht.

PR: Mit einem Festgottesdienst soll der Abschluss der Renovierung gefeiert werden. Wie sieht der Ablauf aus?

Reiter: Ja das stimmt. Wir möchten die Fertigstellung der Renovierung gebĂŒhrend feiern und haben uns fĂŒr Sonntag, 26. Juli auf 10 Uhr festgelegt. Hauptzelebrant der Eucharistiefeier ist Domkapitular PrĂ€lat Monsignore Lorenz Kastenhofer. Die musikalische Gestaltung ĂŒbernimmt unser Kirchenchor mit der lateinischen Messe „Missa brevis in G„ von W.A. Mozart. Dem Gottesdienst schließt sich ein Sektempfang im Pfarrgarten an. Alle Kirchenbesucher sind dazu herzlich eingeladen.

Nur durch die gute Zusammenarbeit auf allen Ebenen konnte die umfangreiche Innenrenovierung in relativ kurzer Zeit bewerkstelligt werden. Alle die dazu beigetragen haben ein herzliches Vergelt’s Gott.

Das GesprĂ€ch mit Kirchenpfleger Martin Reiter fĂŒhrte unser Redaktionsmitglied

Andreas Pils

 

 

 

Arbeiten an Orgelarchitektur fast fertig 

Kirchenpfleger Martin Reiter informierte sich bei Restaurator Stefan EnzingerRenov0309-1.jpg

Seit ĂŒber sechs Wochen steht in der Pfarr- und Wallfahrtskirche „MariĂ€ Himmelfahrt“ auf der Empore ein GerĂŒst. Grund hierfĂŒr ist die Restaurierung der Orgelarchitektur. Nun konnte Stefan Enzinger, Chef der WerkstĂ€tten fĂŒr Denkmalpflege in Oberteisendorf, gegenĂŒber Kirchenpfleger Martin Reiter Vollzug melden.

Restaurierungsarbeiten erforderten ein besonderes FeingefĂŒhl fĂŒr den Charakter und den Stil der instandzusetzenden Orgelarchitektur im Einklang mit den AltĂ€ren und der Kanzel. Anfang Februar gab es intensive GesprĂ€che zwischen der örtlichen Kirchenverwaltung und Stefan Enzinger und ab etwa Mitte Februar erfolgte das Errichten des GerĂŒstes. „Das Aufstellen des GerĂŒstes war ein Problem wegen der beengten PlatzverhĂ€ltnisse“, erklĂ€rte der Restaurator.

Die Restaurierung der Orgelarchitektur, nicht zu verwechseln mit dem Instrument Orgel, konnte dann von den WerkstĂ€tten fĂŒr Denkmalpflege, vorgenommen werden. Begonnen wurde mit SĂ€uberungsarbeiten. Renov0309-2.jpg

Ein Nachschnitzen einzelner Teil war notwendig. Durch Kitten und Schleifenwurde eine gleichmĂ€ĂŸige OberflĂ€che hergestellt, auf der das Blattgold aufgebracht werden konnte. Dabei zeigte sich, dass im unteren Bereich der Orgelornamente das Gold nur 17 Karat aufwies, was schließlich zu einer leichten Oxidierung fĂŒhrte. Die Restaurierung mit Grundaufbau, Ausbessern der Fehlstellen mit Blattgold war der nĂ€chste Arbeitsschritt. Dabei hob Stefan Enzinger hervor, dass wegen der Wirtschaftskrise der Goldpreis bis zu 100 Prozent gestiegen sei und das Gold meist aus China komme.

Am OrgelgehĂ€use wurde zunĂ€chst eine weiße und danach eine ockerfarbene Grundierung aufgebracht. Alt- sowie Sperrholz bekamen einheitlich wie die AltĂ€re und die Kanzel eine neue Maserierung.

Die TrinitÀt sowie die Assistenzengel auf der Orgelempore wurden ebenfalls restauriert.

Bei dem Treffen hob Kirchenpfleger Martin Reiter die gute seit ĂŒber sieben Jahren dauernde Zusammenarbeit mit Restaurator Enzinger heraus und gab zu verstehen, dass noch vor dem Palmsonntag das GerĂŒst abgebaut werde. Die letzte Arbeit an der Orgelarchitektur wird das Anbringen eines Schellack sein, eines Überzugs

 der die OberflĂ€che schĂŒtzt.

Andreas Pils

 

Zusammenfassung der Renovierungsarbeiten unserer Wallfahrtskirche
Bericht vom Kirchenpfleger Martin Reiter beim Neujahrsempfang

 

Unmittelbar vor dem Abschluss stehe der Innenrenovierung der Pfarr- und Wallfahrtskirche „MariĂ€ Himmelfahrt“. Begonnen wurde im Jahr 2003 mit dem Einbau einer Sitzheizung und einer Lautsprecheranlage und endete vorerst im letzten Jahr mit der Restaurierung der Kanzel, der Rosenkranzmedaillons und der Kreuzwegstationen (wir berichteten). „Die vorgenommene Restaurierung der Raumschale von 1706 mit der Rekonstruierung der AltĂ€re, ergibt ein stimmiges Erscheinungsbild des ganzen Kirchenraumes. Einvernehmlich zwischen dem Bayerischen Landesamt fĂŒr Denkmalpflege, dem Kunstreferat und der Kirchenverwaltung wurde diese Variante ausgewĂ€hlt. Aus heutiger Sicht wĂ€re eine solche aufwendige Restaurierung, laut Expertenmeinung nicht mehr möglich“, erlĂ€uterte der Sprecher. Die vom Architekten im Mai 2002 vorgestellte Kostenermittlung von 1 Million Euro konnte bis jetzt mit 846.270 Euro deutlich unterschritten werden.

Mit 306.280 Euro (unter anderem Spenden 95.000 Euro, Patenschaften 90.000 Euro, Haussammlung 22.500 Euro und Benefizkonzerte 6.300 Euro, Kirchensammlungen) erbrachte die Pfarrei einen Eigenanteil von 36 Prozent, dafĂŒr dankte der Kirchenpfleger herzlich.. An ZuschĂŒssen erhielt die Pfarrei rund 260.000 Euro, darunter 39.000 Euro von der Gemeinde Ainring. Ein Vergelts Gott richtete er dabei namentlich an verschiedene Personen.

Im Ausblick auf das Jahr 2009 sieht Reiter als Aufgabe die Restaurierung der Orgelarchitektur, die dem Aussehen der AltĂ€re gleichen wird, und somit die Innenrenovierung zu Ende gebracht werden soll. Die Finanzierung dieser Massnahme ist mit 25.000 Euro bereits gesichert. Ein Festgottesdienst am Sonntag, 26. Juli soll einen wĂŒrdigen Abschluss bilden.

Zum Thema Altarraumgestaltung gab es etwas Unruhe. In vielen EinzelgesprĂ€chen nahm Kirchenpfleger Martin Reiter dazu Stellung und wandte sich auch beim Neujahrsempfang nochmal der Angelegenheit zu. „Diese Maßnahme wird bis auf weiteres ruhen. Wir haben weder die Mittel, noch ist seitens des Kunstreferates bzw. KĂŒnstlers eine Korrektur des bestehenden Modells erfolgt. Das sind einige der wichtigen Kriterien, um ĂŒberhaupt wieder ĂŒber dieses Thema zu reden, geschweige den es fortzufĂŒhren.“ Zu gegebener Zeit werden die gewĂ€hlten Gremien der Pfarrei in die Planungen mit einbezogen.

Die Außensanierung des Kirchturms und des Kirchenschiffes in Feldkirchen betrachtet Reiter als oberste PrioritĂ€t fĂŒr die nĂ€chsten Jahre. „Vor allen Dingen der Turm ist in einem Ă€usserst schlechten Zustand und eine Renovierung dringend notwendig“. Die Kirchenverwaltung werde noch in diesem Halbjahr, vorbehaltlich der gesicherten Finanzierung, die nötigen Schritte einleiten.

Abschliessend bedankte sich Kirchenpfleger Reiter fĂŒr die vertrauensvolle Zusammenarbeit.

 

 

Marienkirche erhĂ€lt Strahlkraft zurĂŒck

Restaurator Enzinger informierte ĂŒber die Arbeiten

Vor rund 90 Zuhörern sprach Restaurator Stefan Enzinger von den WerkstĂ€tten fĂŒr Denkmalpflege in Oberteisendorf ĂŒber die zum Großteil abgeschlossene Innenrenovierung der Pfarr- und Wallfahrtskirche „MariĂ€ Himmelfahrt“. Im Rahmen des Benefizkonzertes erlĂ€uterte er ausfĂŒhrlich die Renovierung von Kanzel, Kreuzweg und Rosenkranzmedaillons dazu beleuchtete er auch den geschichtlichen Hintergrund.

Im Jahr 2002 wurde mit Befunduntersuchungen begonnen. Dabei wurde analysiert, wie die Kirche in den verschiedenen Jahrhunderten ausgesehen hat. Die Renovierung der Raumschale begann 2004, ein Jahr spĂ€ter die des rechten Seitenaltar. Das PrunkstĂŒck der Kirche, der Hochaltar, wurde ab 2006 in Angriff genommen, ein Jahr danach der linke Seitenaltar.

Kanzel

„Die Kirche in Feldkirchen ist eine der letzten im Ordinariat MĂŒnchen und Freising die solche umfangreiche Renovierung erfahren durfte“, sagte Enzinger. In der Pause des Benefizkonzertes folgte dann ein ausfĂŒhrlicher Überblick zu den jĂŒngst durchgefĂŒhrten Renovierungsarbeiten sowie ein geschichtlicher Abriss. Als erstes nahm sich Enzinger der Kanzel an. „Eine besondere Bedeutung kam in einer Wallfahrtskirche der Predigt zu. Im 16. Jahrhundert begann die Predigtkunst krĂ€ftig aufzublĂŒhen, und somit wurde die Kanzel zu einem wichtigen Schauplatz im liturgischen Geschehen. Dass die Worte des Priesters auch gezielt zu den GlĂ€ubigen gelenkt wurden und die Predigt in der ganzen Kirche verstanden wurde, diente die Kanzel und der Schalldeckel“, so begann Enzinger mit der EinfĂŒhrung. Mit dem Einbau der Elektroakustik erĂŒbrige sich heute ein Schalldeckel. Der in Feldkirchen neigte sich stark nach vorne und drohte herabzufallen und es musste ein Statiker hinzugezogen werden mit dem Resultat, der gesamte Deckel wurde abgebaut. Die HolztrĂ€ger wurden ausgewechselt und zusĂ€tzlich die Architektur des Deckelaufbaus stabilisiert. Außerdem wurden die TrĂ€ger der Kanzel ĂŒberprĂŒft und als „Gut“ eingestuft. Enzinger weiter. „Die farbige Fassung der Kanzel war nie so, wie sie heute aussieht. Es handelt sich um einen Kanzelumbau wohl aus einer anderen Kirche , weshalb historische Fassungen, die mit den Fassungen der AltĂ€re zusammenpassen, fehlen.“ Die Fachbehörden hĂ€tten entschieden, die Farbe an die AltĂ€re anzupassen.

Kreuzweg

HauptsĂ€chlich mit Beginn der Fastenzeit werde von den Katholiken der Kreuzweg gebetet. Dabei sollten sich die Betenden mit dem Leiden Jesu auseinander setzen, darin aber auch die Not aller Menschen sehen und sie in ihr Gebet aufnehmen. Der Ursprung sei in Jerusalem, dort pilgerten die ersten Christen den Weg nach, den Jesus zum Kalvarienberg hinauf gegangen war. Als Pilger nach ihrer RĂŒckkehr im 14. Jahrhundert in ihren Heimatorten anfingen die Kreuzwegstationen nachzubilden, endeten diese oftmals auch bei einer Nachbildung des Kalvarienberges, die Stationen schwankten zwischen sechs und 45. Die heute ĂŒbliche Zahl der 14 Leidensstationen setzte sich erst im 16. Jahrhundert durch. „Hier in Feldkirchen gibt es noch eine 15. Station, auf der die Kreuzauffindung durch die Heilige Helena dargestellt ist. Der Sage nach reiste Helena, die Mutter des römischen Kaisers Konstantin, im Jahre 325 nach Jerusalem und besuchte dort Grabungsarbeiten auf dem Kalvarienberg. Als man dort drei Kreuze fand, jedoch nicht wusste, welches das von Jesus war, ordnete sie an, einen Toten mit den Kreuzen zu berĂŒhren. Bei welchem der Tote erweckt wird, ist das gesuchte Kreuz. So geschah es auch nach der Totenerweckung wurde das Kreuz Jeus eindeutig identifiziert. Helena ist triumphierend mit dem Kreuz dargestellt“, so die ErklĂ€rung von Stefan Enzinger.

Bei den Bildern beschrÀnkten sich die restauratorischen Arbeiten hauptsÀchlich auf diffizile Reinigungsarbeiten, wobei kleine Fehlstellen gekittet und retuschiert wurden. Der Aufwand bei den Rahmen wurde genauso vorgenommen, nur dass Ausbesserungen an den Vergoldungen gemacht werden mussten.

Zu diesem Abschnitt sagte der Fachmann: „Die Bilder erhielten ihre ursprĂŒngliche Leuchtkraft zurĂŒck und laden jeden wieder ein, den Kreuzweg zu beten.“

Rosenkranzmedaillons

Rosenkranzmedaillons waren frĂŒher im gesamten Kirchenraum verteilt. Jetzt wurden sie nach historischen Fotos um das Kruzifix an der Nordwand herum angebracht. Es handelt sich um Darstellungen des freudenreichen, schmerzhaften sowie glorreichen Rosenkranz. Noch relativ jung ist das Rosenkranzgebet , nĂ€mlich etwa 500 Jahre. Auch hier hatte Enzinger von den WerkstĂ€tten fĂŒr Denkmalpflege in Oberteisendorf einiges Wissenswertes zu berichten. Dominik von Preußen gelobte einer Muttergottesstatue jeden Tag einen Kranz aus Rosen zu bringen. Als  dieser in das KartĂ€userkloster in Trier eintrat, teilten ihm seine MitbrĂŒder viele Aufgaben zu und daher fand er kaum mehr Zeit der Statue Rosen zu bringen. Das Gebet „GegrĂŒĂŸet seist du Maria“ gab ihm sein Beichtvater auf. Das vielmalige Wiederholen des gleichen Gebetes fand er schnell langweilig und so kam ihm der Gedanke, nach jedem Ave Maria, eine Szene aus dem Evangelium dazuzufĂŒgen. Anfangs umfasste das Rosenkranzgebet 150 Szenen, welche das ganze Leben von Jesus umfassten und heute sind es etwa 20 bis 25 Szenen. Jede Szene wird zehn Mal wiederholt und wurde anfangs mit den Fingern abgezĂ€hlt. „Wahrscheinlich waren auch Schreiner und Zimmerer unter den KartĂ€usermönchen, denen schon der ein oder andere Finger gefehlt hatte, und die dann immer schon frĂŒher fertige waren. Man erinnerte sich an BetschnĂŒre, die von allen großen Religionen benutz werden. So wurde aus dem Kranz voller Rosen, der der Muttergottes dargebracht wurde ĂŒber das Gebet zur Perlenschnur der heutige Rosenkranz“, erklĂ€rte der Restaurator.

Eine BlĂŒte erlebte der Rosenkranz oder besser StilblĂŒte, um 1700. Damals mussten die KirchgĂ€nger immer ihre „Betn“ dabei haben und sie nach Aufforderung durch den Priester vorzeigen. Wer sie vergessen hatte, musste am Sonntag darauf die Schinder- oder Schandbetn um den Hals hĂ€ngen und sich vorne im Gotteshaus aufstellen. Damit war der ganzen Gemeinde klar, wie schlampig der GlĂ€ubige mit dem Rosenkranz umgeht.

„Diese Medaillons wurden nach dem neuen Konzept der Fachbehörden restauriert, wobei nur die Fehlstellen an den OberflĂ€chen in der Umgebungsfarbigkeit eingestimmt wurden und keine VorgĂ€ngerfassung hergestellt wurde, wie bei den Altarfiguren. Die Figuren in den Medaillons waren allesamt versilbert und mit durchschimmernden Farben gefasst. Bei frĂŒheren Restaurierungen wurden Übermalungen abgenommen und die Erstfassung wieder freigelegt. Dabei entstand diese zerkratzte OberflĂ€che, die wir auch jetzt nach der Restaurierung noch gut erkennen können“, mit diesen Worten schloss Enzinger seinen Vortrag.

 

Andreas Pils

Aleksic u

Aleksic, Herrmann u

Aleksic, Jischa u

Pfr

Restaurator St

Rosenkranzmedaillons u

 

 

 

 

Bravuröse klassische und moderne Töne

745 Euro fĂŒr die Sanierung der Marienkirche

Mit Gesang und Instrumental-Darbietungen wurde ein Benefizkonzert in der Pfarr- und Wallfahrtskirche „MariĂ€ Himmelfahrt“ gestaltet. Dazu hatte Kirchenmusiker Kristian Aleksic ein attraktives und kurzweiliges Programm zusammengestellt und mit Bettina Jischa (Sopran), Joe Mayer (Saxophon), Zoran Curovic (Piccolotrompete) und Cornelius Herrmann (Violoncello) namhafte KĂŒnstler fĂŒr die AuffĂŒhrung gewinnen können.

Der diplomierte Pianist Kristian Aleksic (Orgel) und Zoran Curovic, vom Philharmonischen Orchester Bad Reichenhall (Piccolotrompete) sorgten mit einer Sonata fĂŒr Trompete & Orgel D-Dur von Arcangelo Corelli (1653 – 1713) fĂŒr eine virtuose Konzerteröffnung. Curovic spielte auf einem neuen Instrument , welches derzeit noch ein Unikat ist. Nach dieser klangvollen Musik begrĂŒĂŸte Pfarrer Geistlicher Rat Anton Parzinger die rund 90 Zuhörer und betonte, dass sich die heutige Gestalt der Pfarr- und Wallfahrtskirche aus dem frĂŒhen 16. Jahrhundert erhalten habe. Es sei dies ein Ergebnis gemeinsamen Handelns sowie persönlicher Opferbereitschaft. „Die Marienkirche ist ein Kunst- und Kulturdenkmal von ĂŒberregionaler Bedeutung“, so seine Feststellung. In der Zwischenzeit sei viel geschehen und es gelte dankbar zurĂŒckschauen. Nach diesen einfĂŒhrenden Worten hieß er besonders namentlich die KĂŒnstler sowie Restaurator Stefan Enzinger willkommen. Allen Musikfreunden, unter ihnen Vize-BĂŒrgermeisterin Gabriele Noreisch und 3. BĂŒrgermeister Gerhard Kern, wĂŒnschte der Seelsorger einen adventlich, musikalisch interessanten Abend.

Kristian Aleksic wechselte inzwischen von der Orgelempore in den Altarraum, wo er am Klavier und Cornelius Hermann (Violoncello) die Sonate VI von Alessandro Marcello (1669 – 1747) zu Gehör brachte. Es war ein perfektes Zusammenspiel der Beiden auf Grund jahrelanger Duo-Auftritte in Salzburg. Im weiteren Konzertverlauf war die wunderschöne Ave Maria- Komposition von Giulio Caccini (um 1550 – 1618) zu hören. Sopranistin Bettina Jischa, die eigens fĂŒr die Veranstaltung aus Linz angereist war, sang dieses „GegrĂŒĂŸet seist Du, Maria“ anrĂŒhrend und engelhaft.

Den Zuhörern wurde ein Werk aus dem Crossover-Bereich (Klassik zu Pop) – sonst im Original von Katherine Jenkins dargeboten -, hier in einer Bearbeitung von Aleksic. Jischa ahmte Jenkins einfĂŒhlsam nach, eine reizvolle Gegenstimme im Cello.

Den Jazzstandard „God bless the child“ von Arthur Herzog improvisierte Joe Mayer dezent. Der Jazzmusiker und Musikschulleiter in Burgkirchen ist sonst eher in echter Jazzmusik zu Hause und leitet in dieser Stilrichtung eine eigene Brassband. Er spielte mit getragener IntensitĂ€t, dabei zeigte Kristian Aleksic, dass er nicht nur Variationen glĂ€nzend an der Orgel beherrscht, sondern am Klavier ein besonders gutes jazziges Feeling hat. Bei diesem StĂŒck spielte Cornelius Hermann routiniert und zeigte, dass das Cello auch ein Bindeglied zum Jazz sein kann.

In der Musikpause informierte Restaurator Stefan Enzinger von den WerkstĂ€tten fĂŒr Denkmalpflege das Publikum mit einem interessanten Vortrag ĂŒber die Innenrenovierungsarbeiten in der Marienkirche (siehe Bericht an anderer Stelle).

Der musikalische Reigen wurde nach dem Wortbeitrag fortgesetzt mit SĂ€tzen aus der G-Dur Solosuite von Johann Sebastian Bach (1685 – 1750). Cornelius Hermann, Solocellist des Mozarteum-Orchesters Salzburg spielte souverĂ€n und ohne Anzeichen von NervositĂ€t, absolut direkte Klangentfaltung ohne gekĂŒnstelten Manirismus.

„Wintersong“ ist aus der Popmusik eine Ballade auf die Weihnachtszeit, sonst von Sarah McLachlan in einer Person am Klavier/Gesang dargeboten.

Bettina Jischa interpretierte das Lied innig. Mit gefĂŒhlvollen HĂ€nden am Klavier zeigte sich Kirchenmusiker Aleksic von seiner allerbesten Seite, sehr gut und intensiv war das Spiel von Saxophonist Mayer.

Vor dem letzten musikalischen Beitrag wandte sich Pfarrer Anton Parzinger an die KonzertgĂ€ste, sprach von einer herrlichen musikalischen Darbietung und dankte dafĂŒr den Musikern. In seinem anschließenden Gebet sagte er: „Wir haben uns zu diesem Benefizkonzert versammelt: Voll Freude ĂŒber das bisher so gelungene Werk, von so vielen unterstĂŒtzt und in verschiedenster Weise gefördert. Voll Dank an alle jene, die hier gearbeitet, verschönert und restauriert haben. Gott und Herr, halte deine segnende Hand ĂŒber dieses große kĂŒnstlerische Werk.“

Phantasievoll, virtuos dargeboten erklangen zum Konzertschluss von der Empore SĂ€tze von der Sinfonia in D-Dur von Guiseppe Torelli (1658 – 1709). Zoran Curovic nutzte die Möglichkeit auf seiner Piccolotrompete dank der Ventiltechnik zu variieren, entlockte dabei meisterhaft seinem Instrument astreine Töne. Das Orgelspiel dazu von Kristian Aleksic war im perfekten Einklang. Solche komplizierte Musik bekommt man sonst nur sonntags im Salzburger Dom zu hören.

Die gut 90 Besucher erlebten ein Konzertprogramm mit Ausdrucksreichtum und spendeten den AuffĂŒhreden am Schluss herzlichen Beifall.

FĂŒr die Veranstaltung wurde kein Eintritt erhoben, jedoch um eine Spenden fĂŒr die Innenrenovierung gebeten. Schlussendlich kamen 745 Euro zusammen.

Andreas Pils

 

 

 

 

Kanzel4Kanzel erstrahlt in neuem Glanz

In der Marienkirche war jahrelang der Kanzelkorb ohne Medaillons und der Schalldeckel ohne Figuren zu sehen. Zudem war die Kanzel in den vergangenen Wochen mit einem GerĂŒst ummantelt. Nun sind die WerkstĂ€tten fĂŒr Denkmalpflege aus Oberteisendorf mit der Restaurierung fertig, und die ersten Gottesdienstbesucher konnten einen Blick auf das SchmuckstĂŒck werfen. Über ein Drittel der Kosten sind durch Patenschaften abgedeckt.

Michael Auer hat die Kanzel an der SĂŒdwand in der „Kirche im Feld“ geschaffen, die Fassung stammt von Josef Eisl aus Neumarkt am Wallersee um 1725/26. Am Kanzelkorb zeigen fĂŒnf kĂŒnstlerisch bemerkenswerte Flachreliefs die Geheimnisse des Schmerzhaften Rosenkranzes, an den Ecken stehen die Figuren der vier abendlĂ€ndischen KirchenvĂ€ter und einer Schmerzhaften Muttergottes.

Eine große Schutzengelfigur mit zwei Putten am Rand, sowie eine spĂ€tgotische Figur des „heiligen Leonhard“ zieren den Schalldeckel. Das Bild des „Guten Hirten“ in reicher Rokokoumrahmung stammt aus der Mitte des 18. Jahrhundert und befindet sich an der KanzelrĂŒckwand. Auch wenn die Kanzel heute keine praktische Funktion mehr hat, so wurde allgemein vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil von dort herab gepredigt. Es wurden keine Lautsprecher benötigt, da eine gute Akustik herrschte. Der Priester sprach von der Seite auf das Ohr der Hörer und durch das Dach der Kanzel verstĂ€rkte sich der Schall durch Reflexion.

Der Zahn der Zeit hat besonders am Schalldeckel genagt. Ein Balken in die Mauer hinein war angefault sowie die Querlattungen waren abgebrochen waren, daher lockerte sich auch der Kanzelhimmel und neigte sich zur Seite. Der Kanzelkorb wurde ebenfalls untersucht, erfreulicher Weise ist dieser in einem guten Zustand. Nachdem diese Arbeiten beendet waren, konnten die Firma Enzinger, WerkstĂ€tten fĂŒr Denkmalpflege mit der kĂŒnstlerischen Renovierung weiter fahren und sie beenden.

Kirchenpfleger Martin Reiter zeigte sich ĂŒber die Vollendung und Finanzierung erfreut: „Seit dem Jahr 2004 sind immer wieder Patenschaften an der Kanzel ĂŒbernommen worden und ich bin froh, dass die Spender nun sehen wie ihre Gelder verwendet wurden. Über ein Drittel der Ausgaben sind durch diese Patenschaften finanziert.“ Mit der Renovierung der Kanzel ist eine weitere Etappe der Innenrenovierung in der Pfarr- und Wallfahrtskirche vollzogen.

Andreas Pils
 

 

Restaurierung linker Seitenaltar, Kanzel, Taufkapelle und Kreuzwegstationen

linker SA fertigBei einer Besprechung mit den zustĂ€ndigen Stellen kam man ĂŒberein, mit dem linken Seitenaltar zu beginnen, damit möglichst schnell ein Gesamtbild aller drei AltĂ€re zustandekommt. Mit der Fertigstellung ist Ende MĂ€rz zu rechnen. Danach wird die Restaurierung der Kanzel vorgenommen. Eine Befunduntersuchung wurde 2007 durchgefĂŒhrt. Auch die Restaurierung der Taufkapelle, der Medaillonsfiguren, der Kreuzwegstationen im Kirchenraum sind noch fĂŒr heuer vorgesehen. Auch im Jahr 2007 sind fĂŒr fast 10.000 Euro Patenschaften ĂŒbernommen worden; insgesamt sind es bisher ĂŒber 90.000 Euro.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Musik vom Feinsten fĂŒr guten Zweck

Benefizkonzert in der Marienkirche - etwa 150 Besucher

Die Innenrenovierung unserer Pfarr- und Wallfahrtskirche „MariĂ€ Himmelfahrt“ zieht sich ĂŒber mehrere Jahre hin und erfordert einen grossen finanziellen Aufwand. Auch heuer gab es wieder ein barockes Benefizkonzert mit unserem Organisten und Kirchenmusiker Kristian Aleksic, dem es gelungen ist, namhafte Kollegen aus dem Berchtesgadener Land fĂŒr die Veranstaltung zu gewinnen.

Zu Beginn begrĂŒsste unser Pfarrer Anton Parzinger die Freunde kirchlicher Musik, die Kunstliebhaber und Gönner „Unserer lieben Frau von Feldkirchen“ sowie die Musiker. Kristian Aleksic stellte im laufe des Abends die KĂŒnstler vor. Eine ganz besondere Freude war fĂŒr ihn der erstmalige öffentliche Auftritt von Prof. Peter Ullrich als SĂ€nger in der Gemeinde, der ansonsten unseren Kirchenchor leitet.

Den Auftakt gestalteten auf der Empore Kristian Aleksic (Orgel) und Rupert Eder (Trompete) mit dem Concerto in D-Dur fĂŒr Trompete und B.c. Allegro-Grave-Vivace von Georg Philpp Telemann (1681-1767). Routiniert spielte Aleksic auf der Orgel und Eder brillierte mit seiner Bach-Trompete. Der Organist begleitete anschliessend Prof. Peter Ullrich (Bassbariton) der die Lieder „Die Könige“, „Die Hirten“ und „Simeon“ aus dem aus dem Liederzyklus „Weihnachtslieder“ von Peter Cornelius (1824-1874) ausdrucksstark interpretierte . Obwohl die Lieder nicht barock, sondern der Romantik zu zuordnen sind, passten diese gut zum ĂŒblichen Programm.

Vor dem nĂ€chsten StĂŒck wurde Monika Gaggia (Violoncello) vorgestellt, die in Piding wohnt und unter anderem Salonmusik und Kammermusik spielt. Aleksic kennt sie seit 15 Jahren und sieht in ihr eine angenehme Kollegin und man brauche kaum Proben.

Es folgte die Sonate fĂŒr Violoncello und Basso continuo III Largo-Allegro-Largo-Allegro von Antonio Vivaldi (1678-1741). Das virtuose und spritzige StĂŒck wurde von der Cellistin mit warmer KlangfĂŒlle und sattem Strich gefĂŒhrt und auch am Cembalo zeigte Kristian Aleksic seine Routine.

Der musikalische Leiter Aleksic stellte Gunter Janoschka vor, den er seit 10 Jahren kennt. Wenn er von PrĂŒfungen zurĂŒck ist, findet er Zeit mit ihm zu musizieren, so wie an diesem Abend. Janoschka studierte Konzertfach Blockflöte am Mozarteum.

Beim KonzertstĂŒck Sonate in d-moll fĂŒr Blockflöte und B.c. Andante e spiccato-Allegro-Minuetto con variatione von Michel Blavet (1700 -1768) harmonierten die Instrumentalisten mit Cembalo, Violoncello und Blockflöte großartig.

In der Musikpause sprach Kirchenpfleger Martin Reiter zu den Besuchern ĂŒber den aktuellen Stand der Renovierung. Anstatt der Kanzel und dem gotischen Relief wurde in Absprache mit Vertretern des Kunstreferates und dem Landesamt fĂŒr Denkmalpflege die Restaurierung des linken Seitenaltares vorgezogen, damit baldmöglichst ein Gesamtbild aller drei AltĂ€re entsteht. Reiter zeigte sich erfreut, dass Patenschaften von ĂŒber 90.000 Euro ĂŒbernommen wurden. Er dankte den Zuhörern fĂŒr ihr Kommen.

Im zweiten Block der Programmfolge war aus dem umfangreichen Schaffen Johann Sebastian Bach's das PrĂ€ludium & Fuge a-moll BWV 889 zu hören. Der musikalische Leiter Kristian Aleksic informierte anschliessend das Publikum, dass Klaus Cordon wiederum sein Cembalo zur VerfĂŒgung gestellt hat und dankte dafĂŒr. FĂŒr das Benefizkonzert wurde Vivaldis Concerto in G-Dur RV 312R fĂŒr Sopranino und B.C Allegro Molto-Larghetto-Allegro ausgewĂ€hlt. Am Cembalo bestach Kristian Aleksic durch sein einfĂŒhlsames Spiel und Monika Gaggia spielte klangschön auf ihrem Cello. Bemerkenswert waren die virtuosen Koloraturen die GunterJanoscka seinem Mini-Instrument entlockte, er spielte alles auswendig.

Zu drei KĂŒnstlern soll noch informiert werden: Kristian Aleksic ist diplomierter Pianist, leitet das Philharmonische Salonorchester Bad Reichenhall, arbeitet als Musiklehrer und ist Organist in unserer Pfarrei. Peter Ullrich ist Professor fĂŒr Gesang am Mozarteum, Chorleiter unseres Kirchenchores, namhafter Solist bei Messen und Oratorien. Trompeter Rupert Eder unterrichtete an der Musikschule Teisendorf und gestaltete des öfteren Gottesdienste in unserer Pfarrei.

Vor dem letzten StĂŒck bedankte sich unser Pfarrer bei den Musikern, den Helfern und Mesner Reinhard Seidl, danach sprach er ein Gebet und segnete das Publikum in unserer Marienwallfahrtskirche.

Alle Mitwirkenden begaben sich zum letzten Programmpunkt auf die Empore. Das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach ist eines der beliebtesten Werke dieses einzigartigen Komponisten, das Jahr fĂŒr Jahr die Menschen in der Weihnachtszeit fasziniert. Daraus war die Arie Nr. 8 „Großer Herr und starker König“ zu hören. Mit hoher Liedkunst beglĂŒckte Bassbariton Ullrich die Zuhörer und auch dass homogene Zusammenspiel er Instrumentalisten ĂŒberzeugte.

Die AusfĂŒhrenden wurden mit zustimmenden Beifall von der Empore „geholt“.

Die Zuhörerschaft verbrachte einen kurzweiligen Abend in der in Renovierung befindlichen Marienkirche und gaben beim nach Hause gehen dafĂŒr eine Spende. Insgesamt kamen 900 Euro zusammen.

Andreas Pils
Aleksic, Eder, Gaggia, Janoschka, UllrichAleksic, Janoschka, Gaggia-3K. Aleksic und Prof. P. Ullrich

 

 

 

Linker Seitenaltar wird restauriert

 Die Innenrenovierung unserer Marienkirche zieht sich ĂŒber mehrere Jahre hinweg, wobei schon ein großer Schritt vollzogen wurde.

Momentan ist der linke Seitenaltar, der Bruderschaft der Schmerzhaften Mutter Gottes und des hl. Sebastian aus dem Jahr 1705 hinter einer großen Plane verborgen. Was geschieht, können die Kirchenbesucher nur erahnen. Der Zahn der Zeit nagte an dem Kunstwerk. „An und fĂŒr sich wollte die Kirchenverwaltung zuerst die Kanzel an der SĂŒdwand restaurieren lassen“, erklĂ€rte Kirchenpfleger Martin Reiter. Bei einer Besprechung der Gremien vom Erzbischöflichen Kunstreferat und dem Landesamt fĂŒr Denkmalpflege gelang man zur Auffassung, dass die Renovierung des linken Seitenaltars vorgezogen werden sollte, damit das Gesamtbild der AltĂ€re so frĂŒh wie möglich hergestellt ist. Die Fachfirma Enzinger aus Oberteisendorf ist zurzeit damit beschĂ€ftigt, Altar, Figuren und Ornamente zu reinigen, zu festigen, zu verkitten und zu verschleifen. GegenwĂ€rtig werden die Vergoldungen der Ornamente und Figuren gemacht. Ein weiterer Schritt erfolgt mit der Maserierung des Altares. Die Arbeiten werden sich bis nach Weihnachten hin ziehen.

 

 

RĂŒckschau des Kirchenpflegers Martin Reiter beim Neujahrsempfang 2007

Vor einem großen Forum berichtete Martin Reiter aus der Arbeit der Kirchenverwaltung. Ein großer finanzieller Brocken musste mit 135.952 Euro im letzten Jahr fĂŒr die Restaurierung des Hochaltars in der Marienkirche aufgewendet werden. Die Maßnahme wurde bezuschusst vom erzbischöflichen Kunstreferat mit 90.000 Euro, vom Bezirk Oberbayern mit 15.400 Euro und von der Berchtesgadener Landesstiftung mit 15.000 Euro. Eine Gesamtsumme von 23.290 Euro erbrachte in den letzten Jahren die Übernahme von Patenschaften fĂŒr den Hochaltar. „Ich möchte mich an dieser Stelle nochmals bei allen bedanken, die Patenschaften ĂŒbernommen und somit eine wichtige Grundlage fĂŒr eine gesicherte Finanzierung geschaffen haben“, betonte Reiter, der auch fĂŒr die Spende beim letzten Benefizkonzert sein Vergelt’s Gott aussprach. Die neue Kirchenwaltung werde sich mit ganzer Kraft einsetzen, um eine WeiterfĂŒhrung der Renovierung in diesem Jahr zu ermöglichen. Eine verbindliche Zusage des Kunstreferats bezĂŒglich eines maßgeblichen Zuschusses fĂŒr das Jahr 2007 stehe noch aus, hier zeigt sich jedoch Martin Reiter recht zuversichtlich und erhofft, dass zumindest die Renovierung der Kanzel fortgefĂŒhrt werden kann.

 

 

Barockes Kirchenkonzert auf hohem Niveau

Abwechslungsreiche Benefizveranstaltung zu Gunsten der Renovierung des Hochaltars

KĂŒnstler aus der Region haben ein Benefizkonzert zu Gunsten der Renovierung des Hochaltares in der Pfarrkirche „Maria Himmelfahrt" gestaltet. Organisiert und vorbereitet wurde die Veranstaltung von Kristian Aleksic. Die eingegangenen Spenden sollen fĂŒr die Renovierung des Hochaltares verwendet werden.

Kristian Aleksic, Stefan KresinRund 100 Leute besuchten das Konzert. Man hÀtte sich jedoch mehr Publikumsinteresse erwartet. Wer zu Hause blieb, verpasste eine hörenswerte Darbietung.
Zur Eröffnung erklang eine festliche Arie fĂŒr Gesang, Trompete und Cembalo von Domenico Scarlatti (1660 bis 1725). Der Italiener war Kapellmeister der polnischen Königin an derem Privattheater in Rom und Lehrer der portugiesischen Königin an dem Hof in Lissabon. Die schöne Sopranstimme Maria Hausers wurde vom Trompeter Zoran Curovic und Kristian Aleksic einfĂŒhlsam am Cembalo begleitet.
Kirchenpfleger Martin Reiter begrĂŒĂŸte die Zuhörer und zeigte sich erfreut, dass eine weitere Etappe der Gesamtrenovierung mit der Fertigstellung des Hochaltares geschafft sei. „Dank großer Spendenbereitschaft und vieler Patenschaften sei ein wichtiger Beitrag geschaffen worden". Georg Philipp Telemann war Organist, Musikdirektor, Kapellmeister und Komponist. Von ihm erklang nun das „Adagio und Presto fĂŒr Horn und Cembalo". Kristian Aleksic spielte auf einem der heikelsten Tasteninstrumente und harmonierte wunderbar mit dem Hornspiel Stefan Kresins.
Bei einem Andantino Wolfgang Amadeus Mozarts fĂŒr Sopran, Violine und Orgel ließ das Trio Maria Hauser (Sopran), Susanne Hehenberger (Violine) und Kristian Aleksic (Orgel) sein Können von der Empore herunter ertönen. Bravourös spielten Zoran Curovic und Rupert Eder das Konzert C-Dur fĂŒr zwei Trompeten von Antonio Vivaldi (1678 bis 1741). Der Priester war ein berĂŒhmter Geiger, Komponist und Kapellmeister in Venedig und Mantua. In der Lagunenstadt nannten sie ihn „Prete rosso", den „roten Priester", wegen seiner flammend roten Haare.
In der Pause erlÀuterte Stefan Enzinger die Renovierung des Hochaltares. Es folgte die Sonate Nr. 3 in d-Moll von Vivaldi, gespielt von Susanne Hehenberger (Violine) und Kristian Aleksic am Cembalo.
Vom Organisten und Komponisten Cesar Franck (1822 bis 1890) stammt das Werk „Panis Angelicus". Mit klassisch spielender Orgel begleitete Kristian Aleksic das Hornspiel Stefan Kresins. Die letzte Programmnummer war Georg Friedrich Handels (1685 bis 1759) Andante fĂŒr Sopran, Trompete und Orgel aus „Let the Bright Seraphim".

Zum Schlussapplaus wurden Blumen und PrĂ€sente an die KĂŒnstler ĂŒberreicht.

 

Tag der offenen Kirche pkraug004

Die Arbeit der Restaurateure in der Pfarrkirche MariĂ€ Himmelfahrt Feldkirchen können Besucher beim „Tag der offenen Kirche“ hautnah miterleben. Was bisher im Gotteshaus hinter Bauplanen versteckt geschah, wird erstmals öffentlich gezeigt. Die Mitarbeiter der WerkstĂ€tten fĂŒr Denkmalpflege Enzinger stehen fĂŒr Fragen zur VerfĂŒgung und zeigen verschiedene Techniken der Restaurierung alter KunstschĂ€tze wie die Arbeit an Holzfiguren, das Wiederherstellen von Ornamenten, Blattvergolden oder die Rekonstruktion von Holzmaserierungen mit Hilfe von Bier. Auch Vertreter der Kirchenverwaltung der Pfarrei Feldkirchen-Mitterfelden werden ĂŒber den Forschritt der Restaurierung informieren.

 

 

13 Quadratmeter Gold fĂŒr die Pfarrkirche

Renovierung des Hochaltars wird fortgefĂŒhrpkraug005

Veronika Eisner und Magdalena Reiter brauchen bei ihrer Arbeit in luftiger Höhe eine ruhige Hand und jede Menge Geduld. Ein Hauch genĂŒgt und ein kleines StĂŒck des Blattgoldes segelt aus dem „Goldbuch“ auf das Werkzeug und anschließend auf die jahrhundertealten Figuren und Ornamente am Hochaltar knapp unter der Raumdecke der Pfarrkirche MariĂ€ Himmelfahrt. Die beiden Restauratorinnen haben noch jede Menge Arbeit vor sich: Insgesamt 13 Quadratmeter des Edelmetalls sollen dem stark angeschlagenen Gotteshaus wieder zum alten Glanz verhelfen.

Nervös werden die beiden Mitarbeiterinnen der WerkstĂ€tten fĂŒr Denkmalpflege Enzinger beim „Anschießen“ (Auftragen) des wertvollen Materials schon lange nicht mehr. Auch wenn die zu vergoldende FlĂ€che groß ist, brauchen sie fĂŒr die gesamte Kirche gerade einmal 26 Gramm Gold – so dĂŒnn wurde das Metall geschlagen, dass sogar die Sonne durch die BlĂ€ttchen scheinen kann.

Doch zunĂ€chst werden vorhandene Goldschollen gesichert, man will ja nichts verschwenden. Der Untergrund wird geschliffen, rot-gelbes Polyment aus gebrannter Tonerde dient als Bindemittel und mit einem Gemisch aus Spiritus und Wasser hĂ€lt die neue Schicht aus 24-karĂ€tigem Gold in bester QualitĂ€t. Gibt es beim vorsichtigen Daraufklopfen einen hellen Ton, ist die OberflĂ€che bereit zum Polieren mit dem Halbedelstein Achat. „Das Gold wird anschließend patiniert, sonst sieht es zu neu aus. Das wĂŒrde zu einem jahrhunderte alten Altar nicht passen“, erklĂ€rt Veronika Eisner.

„Mit der Restaurierung des Hochaltars wird ein weiterer großer Abschnitt zur Innenrenovierung unserer Pfarrkirche fortgefĂŒhrt“, erklĂ€rt Kirchenpfleger Martin Reiter. Durch ZuschĂŒsse vom erzbischöflichen Kunstreferat, vom Bezirk Oberbayern, der Bayerischen Landesstiftung und der Berchtesgadener Landesstiftung wird diese bedeutende Maßnahme finanziert. „Spenden aus Patenschaften, von Pfarrangehörigen und Gönnern sowie die Erlöse aus verschiedenen Veranstaltungen haben ebenfalls dazu beigetragen, dass die Kirchenverwaltung Schritt fĂŒr Schritt mit der Renovierung fortfahren kann“, bedankt sich Reiter fĂŒr die UnterstĂŒtzung. Die Arbeiten am Hochaltar werden voraussichtlich Mitte November abgeschlossen sein.

 

 

Restaurierung des Hochaltars beginnt (August 2006)

In diesen Tagen beginnen die aufwĂ€ndigen Restaurierungsarbeiten am Hochaltar der Pfarrkirche Feldkirchen. „Der Altar ist in einem schlechten Zustand und die Renovierung ist dringend notwendig“, erklĂ€rt Silke Kirmaier von den WerkstĂ€tten fĂŒr Denkmalpflege Enzinger aus Oberteisendorf. Gemeinsam mit ihren Kollegen wird sie in den kommenden Monaten die Fassung des Altars reinigen und ĂŒberarbeiten. Fehlstellen an den wertvollen Figuren wieder herstellen und den vergoldeten Ornamenten zu neuem Glanz verhelfen Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis November, bis dahin bleibt der Altar unter einer Schutzfolie verhĂŒllt.

Martin Reiter
KirchenpflegerKirchenpfleger Martin Reiter legt Zahlen offen:

 

 

Information aus der Kirchenverwaltung

Im Rahmen des Neujahrsempfangs legte Kirchenpfleger Martin Reiter Zahlen aus der KV offen. Anerkennende und dankende Worte fand er unter anderem fĂŒr 1. BĂŒrgermeister Hans Eschlberger, die Kommune, unserem Pfarrer Anton Parzinger, den Mesnern Hans Riedl und Reinhard Seidl, der Kindergartenleiterin Bernadette Bayer, dem Elternbeirat vom KG, dem Arbeitskreis Innenrenovierung, seinen Kollegen in der Kirchenverwaltung. Nachstehend die wichtigsten Schlagworte aus der Rede.

· Gestaltung der AltĂ€re und Figuren in barocker Fassung um 1800, damit Einklang zur Raumfassung um 1700
· Dreikönigsaltar bereits restauriert. ZuschĂŒsse dafĂŒr kamen vom Bezirk Oberbay- ern 15.400 €, Bayerische Landesstiftung 10.000 €, Bayerischer Landesverein fĂŒr Heimatpflege 3.000 €
· Spendengelder 33.600 € (davon 14.000 € Haussammlung)
· Hochaltar wird heuer restauriert mit einem Zeitaufwand von etwa 5 Monaten, Fi- nanzierung durch ZuschĂŒsse vom Kunstreferat, der Gemeinde Ainring, Bezirk Oberbayern und Bayerische Landesstiftung gesichert.
· Es wurden viele Patenschaften in Auftrag gegeben
· Anschaffung Lautsprecheranlage fĂŒr Friedhofsbereich in Feldkirchen (Beschallung fĂŒr GrĂ€berumgang, Beerdigungen)
· Vermietung Mesnerhaus (alter Pfarrhof) mit derzeitigen Zustand nicht möglich.
· Diskussion wegen Dorfplatzgestaltung
· Instandsetzungsarbeiten im PZ „St. Severin“ unumgĂ€nglich. Äußere Holzfassade bekam neuen Anstrich, die Kapelle wurde innen getĂŒncht. ZusĂ€tzlicher Schaukas- ten und neue Bepflanzung vor den BĂŒrorĂ€umen
· Dank an SekretĂ€rinnen Gabi Mauthofer und Helga Rehm fĂŒr zusĂ€tzliche Arbei- ten: FĂŒr 1000 GrĂ€ber mussten GebĂŒhren individuell berechnet werden
· Kindergarten „St. Raphael“ 2005/2006 voll ausgelastet. Sonja Rudolph und Da- niela Hogger neu im Team. Erzieherin Barbara Tischler fĂŒr 25 Jahre Zugehörig- keit geehrt
· Kindergarten-Förderverein wurde ins Leben gerufen
· Sprachtraining und Förderunterricht im KG
· Gezielte Sprachförderung fĂŒr Vorschulkinder durch Lehrerin Margret Sturm- Wiersig und Kindergartenpersonal.
· Gemeinde finanziert zu 100 Prozent Sprachkurs fĂŒr Migrantenkinder
· Neue gesetzliche Bestimmungen fĂŒr das neue Kindergartenjahr mit großen VerĂ€nderungen sind zu erwarten

Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Kirche funktioniert sehr gut.

 Andreas Pils

 

15.400 Euro fĂŒr die Kirchenrenovierung

Bezirk Oberbayern schöpft Obergrenze der Förderung voll aus

Mit 15.400 Euro unterstĂŒtzt der Bezirk Oberbayern in diesem Jahr die Renovierung der Pfarrkirche MariaHimmelfahrt in Feldkirchen. Mit dem Betrag ist die Obergrenze fĂŒr die Förderung von Einzelprojekten in der Heimatpflege voll ausgeschöpft. BezirksrĂ€tin Christa Gschwendtner machte sich vor Ort ein Bild von den fortschreitenden Restaurierungsarbeiten. „Wir tun, was wir können", betonte Gschwendtner. Das Engagement des Bezirks beim Erhalt der Feldkirchener KulturschĂ€tze trĂ€gt bereits sichtbare FrĂŒchte, wie Restaurator Stefan Enzinger am soeben frisch renovierten sĂŒdlichen Seitenaltar demonstrierte.
Insgesamt fast 1,5 Millionen Euro gibt der Bezirk Oberbayem im Rahmen der Kultur- und Heimatpflege im Jahr 2005 aus. Gefördert werden Bau- und BodendenkmĂ€ler, aber auch Einzelobjekte, die wegen ihrer kĂŒnstlerischen, stĂ€dtebaulichen, wissenschaftlichen
oder volkskundlichen Bedeutung von allgemeinem Interesse sind. Hintergrund der Förderung sind die höheren Kosten, die bei der Renovierung oder Restaurierung denkmalgeschĂŒtzter GebĂ€ude entstehen. Mit der Fertigstellung des Seitenaltars ist ein weiterer Schritt getan, um das Feldkirchener Gotteshaus vor dem zunehmenden Verfall zu retten. Das Gesamtprojekt der Innenrenovierung wird noch viel Zeit beanspruchen. Doch auch in den kommenden Jahren könne die Pfarrei auf die UnterstĂŒtzung des Bezirks zĂ€hlen, bestĂ€tigte Christa Gschwehdtner.
Die Kirchenrenovierung wird jedoch nicht nur von offiziellen Förderern getragen. Zahlreiche Initiativen haben sich ihrer UnterstĂŒtzung verschrieben. So findet etwa am Freitag, 21. Oktober, um 20 Uhr ein Gemeinschaftskonzert der vier Ainringer Kirchenchöre in der Thundorfer Kirche statt. Der Erlös aus den freiwilligen Spenden kommt ebenfalls der Restaurierung zugute.

Renovieren mit Bier

Georg Mrozek greift an seinem Arbeitsplatz regelmĂ€ĂŸig zur Bierflasche. Den Gerstensaft verteilt er in kleinen Schlucken auf mehrere Becher, die Falsche immer in Griffweite. „Ich trinke kein Bier, schon gar nicht bei der Arbeit“, erklĂ€rt er, wĂ€hrend er die QualitĂ€t der heimischen Braukunst lobt. Außerdem ist es an seinem Arbeitsplatz angenehm kĂŒhl und eine Erfrischung nur selten notwendig. Der Kunstrestaurator und Kirchenmaler renoviert derzeit die Farbfassung des sĂŒdlichen Seitenaltars in der Feldkirchener Pfarrkirche.

Einen Stock ĂŒber Mrozek kĂŒmmert sich seine Kollegin Andrea Angerer-Murner um defekte EngelsflĂŒgel und Ornamente aus der Figurengruppe des Altars. Sie ersetzt Fehlstellen mit Pudergold und poliert die frische Fassung mit dem Halbedelstein Achat auf Hochglanz. Dabei tut sie nichts anderes als die Schöpfer der KunstschĂ€tze, denn die Materialien und Techniken sind dieselben wie vor 300 Jahren. „Unser Beruf ist sehr traditionell, es wird viel mit Hausmitteln gearbeitet“, erklĂ€rt sie. Eier kommen ebenso zum Einsatz wie aus Pflanzenfasern gewonnene Zellulose.

Dieser Tradition folgt auch Georg Mrozek, der natĂŒrliche Farbpigmente mit jeweils einem Schuss Bier vermengt. „Bier ist das ideale Bindemittel und es ergibt ein wunderschönes Eichenholz“, erklĂ€rt er, wĂ€hrend er etwas Farbe auf den neutralen Hintergrund des Altars auftrĂ€gt. Mit dem Finger zeichnet er erste Strukturen vor und vollendet das Werk mit dem „SchlĂ€ger“, einem speziellen Pinsel. Das fertige „Eichenholz“ sieht tĂ€uschend echt aus.

„Die Kirche wirkt derzeit etwas leer. Immer wieder fragen uns Leute, wo all die Figuren sind“, schildert Kirchenpfleger Martin Reiter. Die wertvollen StĂŒcke lagern nach der Restaurierung bei der Firma Enzinger. Bevor sie wieder an ihren ursprĂŒnglichen Platz zurĂŒckkehren, will die Pfarrei die Arbeiten an der Architektur abgewartet, um zusĂ€tzliche Kosten zu sparen. Die Arbeiten am sĂŒdlichen Seitenaltar werden in wenigen Wochen abgeschlossen sein. Durch ZuschĂŒsse des Kunstreferats der Erzdiözese MĂŒnchen-Freising ist auch die Finanzierung der Restauration des Hochaltars nach Ostern 2006 gesichert. FĂŒr den nördlichen Seitenaltar werden noch Paten gesucht.

Zur Mittagspause stellt Georg Mrozek seine Bierflasche zur Seite und betrachtet zufrieden den Altar in „heller Eiche“. Ob er sich zur Brotzeit nicht selbst ein paar Schluck genehmigen möchte? „Ich trinke kein Bier, außerdem brauche ich es fĂŒr die Eiche“, erwidert er.

 

 

Ein Anblick wie vor 300 Jahren
Renovierter Seitenaltar der Pfarrkirche Feldkirchen erhÀlt barockes Gesicht

Ein weiterer Meilenstein in der Renovierung der Pfarrkirche Feldkirchen wird bald erreicht. Das Erzbischöfliche Kunstreferat gab vor wenigen Tagen grĂŒnes Licht fĂŒr die Restaurierung sĂ€mtlicher AltĂ€re und Figuren. Begonnen wird mit dem „Dreikönigsaltar" im sĂŒdlichen Kirchenschiff. Das 300 Jahre alte Gesamtkunstwerk kann so vor dem weiteren Zerfall gerettet werden. Nach Empfehlungen der Experten der WerkstĂ€tten fĂŒr Denkmalpflege Enzinger wird der Seitenaltar bald in seiner historischen barocken Fassung von 1800 erstrahlen.Seitenaltar

Der nĂ€chste Schritt der Renovierungsarbeiten wird jedoch schon bald in Angriff ge-nommen, beschloss die Kirchenverwaltung in ihrer jĂŒngsten Sitzung. Die im bisherigen Verlauf ausgesparte Taufkapelle erhĂ€lt von Kirchenmalern eine neue Raumfassung. Mit den Untersuchungen am sĂŒdlichen Seitenaltar wurde bereits begonnen, die eigentliche Restaurierung ist nach der Firmung geplant. Eine grĂŒndliche Reinigung und Konservierung hat der von der Zerstörung bedrohte Kulturschatz auch dringend nötig. Verunreinigungen und Mikroorganismen haben den Jahrhunderte alten Schnitzereien sowie der Architektur im Lauf der Zeit schwer zugesetzt.

Über die gesamte Renovierung wacht das Erzbischöfliche Kunstreferat in MĂŒnchen. Die Fachleute beraten die Pfarrei, um eine historisch und fachlich einwandfreie Umsetzung zu garantieren. So erhalten die Holzelemente ihre ursprĂŒngliche OberflĂ€che zurĂŒck, welche furnierten Edelholzmöbeln gleicht.

Die HintergrĂŒnde der Goldornamente sind in einem tiefen Blau gehalten. Den Gottesdienstbesuchern bietet der Altar bald einen barocken Anblick wie ihren Vorfahren vor 300 Jahren.

Der Dreikönigsaltar zeigt die Anbetung der Weisen und ist vorwiegend das Gemeinschaftswerk ortsansĂ€ssiger Kunsthandwerker. So wirkte an seiner Entstehung der Bildschnitzer und Tischler Michael Auer mit, wie das Pfarrarchiv aus dem Jahr 1709 dokumentiert. ErwĂ€hnt wird dort auch Mesner Georg Geigl, der fĂŒr sein Bild des heiligen Georg „2 Gulden und 50 Kreuzer" erhielt. Die Kirchen- kasse dĂŒrfte der neue Altar vor drei Jahrhunderten kaum belastet haben, wurde er doch ĂŒberwiegend von WohltĂ€tern finanziert. Engagierte Spender ermöglichen heute die Rettung des Dreikönigsaltars. Auch sein nördliches Pendant - dem heiligen Sebastian geweiht - bedarf dringender Hilfe. Bisher fehlen dazu noch die Mittel. „Das Kunstreferat hat uns finanzielle UnterstĂŒtzung zugesagt, jedoch reicht diese nicht aus. Wir hoffen weiterhin auf Spenden. Nur gemeinsam können wir das Projekt bewĂ€ltigen", erklĂ€rte Kirchenpfleger Martin Reiter. Patenschaftskataloge zur Übernahme einer persönlichen Patenschaft fĂŒr ein Kunstwerk liegen im PfarrbĂŒro auf. Die Pfarrei hat auch ein eigenes Spendenkonto eingerichtet:
Volksbank Raiffeisenbank Berchtesgadener Land, Konto Nummer 100504106, Bankleitzahl 71090000.

 

Renovierung der Marienkirche:

Restaurator Stefan Enzinger informierte

Anliegen: Blumenschmuck reduzieren

Der GeschĂ€ftsfĂŒhrer der „WerkstĂ€tten fĂŒr Denkmalpflege“ Stefan Enzinger zeigte beim Neujahrsempfang eine fotografische Leinwand-PrĂ€sentation ĂŒber den Verlauf der verschiedenen Stufen der Renovierung an Mauerwerk und Figuren. Begonnen habe die Arbeit von ihm und seinen Mitarbeitern im Jahr 2001 mit einer Befunduntersuchung der Raumschale, also dem Chor und dem Schiff. Der jetzige Kirchenbau stammt aus den Jahren 1516 bis 1521, ein VorgĂ€ngerbau existierte schon 100 Jahre frĂŒher. „1640 war eine sehr große Umbaumaßnahme, es wurden Rippen abgeschlagen und der Barock hielt Einzug, es war alles weiß, es gab den Hochaltar und keine SeitenaltĂ€re. Eine zweite Fassung um 1700, in dieser Zeit bleibt alles weiß, die abgeschlagenen Rippen werden ocker nachgemalt“, erlĂ€uterte der Restaurator. Sehr bunt wurde es um 1800 als die Überputzung mit vielen Farben erfolgte. Alles wurde 80 Jahre spĂ€ter in Grau ausgestrichen und 1956 war dann die letzte Renovierung in verschiedenen Grautönen.

Anhand des Befundes wollten die Behörden aus MĂŒnchen eine Regotisierung und es war die Vorgabe zu rekonstruieren. Es wurden Pigmente in Weiß und Ocker entnommen. Die einzelnen Farbschichten wurden dann im Labor untersucht. Die benötigten Originalmaterialien mussten verwendet werden, so stammt der Lehm aus einer Grube nahe Amberg in der Oberpfalz.

Im Kirchenschiff wurden lose Farbschichten abgenommen, Risse geöffnet, verpresst und zugeputzt. Auch der Putz wurde untersucht und die Komponenten von frĂŒher verwendet, zum Beispiel Sumpfkalk und Sand aus der Gegend.

Detailaufnahmen von der Decke zeigten, wie ĂŒbersĂ€t diese mit Rissen war. Vier Monate dauerte das Abschaben und Entfernen der Schichten. Kalkstein aus Golling sorgte fĂŒr mehr Transparenz, als jener vom Hochstaufen. „Bei der Bemusterung der SĂ€ulenfassung wurde der Farbton der angemalten Rippen nach unten gezogen, doch das Bayerische Landesamt fĂŒr Denkmalpflege hat dies abgelehnt“, informierte Enzinger. Am Ansatz der SĂ€ulen höre jetzt die Bemalung der Rippen auf.

Die Ausstattung des Hochaltares ist mit dem Jahr 1640 festgelegt worden. Ein VorgÀngeraltar wurde vernichtet, jedoch seien noch einige gotische Sachen erhalten.

Der Hochaltar besteht aus Fichte und Tanne mit Eichenfurnier. Dieser wurde 1706 umgestrichen und die FĂŒllungen, wo Ornamente durchblitzen zeigten sich in Blau. Um 1800 wurde der Altar etwas aufgehellt und das Eichenfurnier ĂŒberstrichen, 1878 besann man sich auf die Erstfassung und es wurde wieder ĂŒberstrichen und die SĂ€ulen marmoriert. Das heutige Erscheinungsbild stammt aus jener Zeit.

Die SeitenaltÀre kamen 1706 und 1709, die Kanzel um 1725 in das Gotteshaus. Von 1878 bis 1880 erfolgte die Renovierung der beiden AltÀre.

Bilder, Vergleichansichten und ErklĂ€rungen gab es zum Gnadenbild. Dort gab es frĂŒher ein kleines Baldachin. Anhand von Detailfotos konnte man erkennen, wie stark die OberflĂ€che verschmutzt war. Durch Kerzen entstand Ruß, auch Staub, Spinnweben und die Heizung hatten eine negative Einwirkung. Enzinger erlĂ€uterte weiter, dass bei einem Weinrebenblatt eine bestimmte Glasschmelze fĂŒr eine blaue Farbe hergenommen wurde und diese frĂŒher geglitzert habe.

Weiter wurden Rekonstruktionsskizzen, Reinigungsmuster und die Transportsicherung mit Japanpapier beim „Chorwand-Kruzifux“ den Betrachtern per Lichtbild vorgefĂŒhrt.

Allgemein gelte es oft mit erheblichem Totalverlust in der Kirche zu kĂ€mpfen. Bei der Restauration seien Knochen- und Hautleim fĂŒr die Grundierung verwendet worden. Kritisch merkte er an, dass bei der Renovierung 1956 verkehrtes Material verwendet wurde, dadurch kam es zu VerfĂ€rbungen, Fehlstellen mussten gekittet und grundiert werden.

„Feuchtigkeit im Chorraum schadet mehr als die Verschmutzung“ resĂŒmierte der Restaurator, dem die Reduzierung des Blumen- und Pflanzenschmuckes deshalb ein großes Anliegen ist.

„Die Luft war wie in GewĂ€chshĂ€usern“, so der frĂŒhere Eindruck von ihm. Blumenschmuck sei zwar wunderschön, habe aber auf dem Altar nichts zu suchen. Mit einem Lichtbild wurde ein Verdunstungsschema eines Pflanzenblattes gezeigt. „Ein Blatt hat unten immer eine Tropfenbildung. Wachs, Terpentine, Salzkristalle und StĂ€rke sind ein wunderbares Futter fĂŒr HolzwĂŒrmer“, betonte Enzinger. Leim sei ein Bindemittel, da Blumen stĂ€ndig Wasser abgeben, löse sich der Leim. Dies fĂŒhre zu Totalverlust und ganze Holzteile fehlen. Er appellierte nur beschrĂ€nkt Blumenschmuck aufzustellen, und diesen weit weg von AltĂ€ren und Figuren.

Wenn Birken in das Kirchenschiff gestellt werden, ist dies auch sehr bedenklich, denn eine Birke gibt pro Tag 14 Liter Wasser ab.

Wie geht’s weiter? Zu dieser Frage erlĂ€uterte der Fachmann von den WerkstĂ€tten fĂŒr Denkmalpflege, dass momentan eine Musterachse am Hochaltar angelegt werde. Dem Kunstreferat und dem Bayerischen Landesamt fĂŒr Denkmalpflege werde diese vorgestellt und besprochen, danach mĂŒssen die Kosten ermittelt werden, so die Vorschau auf den 2. Bauabschnitt.

Unser Pfarrer, Dekan Geistlicher Rat Anton Parzinger bedankte sich bei Stefan Enzinger fĂŒr dessen AusfĂŒhrungen: „Das war der wichtigste Punkt damit wir uns auskennen und wissen, was noch bevorsteht.“

Andreas Pils

 

Restauriert und dann ?

Wie bereits beim Neujahrsempfang berichtet, sind , seit unser Patenschaftskatalog aufliegt, mittlerweile 51 Patenschaften vonStiftungen, Firmen, Vereinen, Gruppen und Privatpersonen im Gesamtwert von â‚Ź 50 232,00 ĂŒbernommen worden.

Davon sind Figuren im Wert von € 24 200.– bereits restauriert und die Patenschaftsurkunden ĂŒberstellt.

Ein Teil der restaurierten Figuren ist wieder an ihrem alten Platz zurĂŒckgekehrt, andere mĂŒssen jedoch wegen weiterer Restaurierungsarbeiten auf ihren angestammten Platz warten. Diese lagern zwischenzeitlich in der oberen Sakristei oder befinden sich in den WerkstĂ€tten der Firma Enzinger.

Die Kirchenverwaltung ist ĂŒberzeugt, dass schon bald mit der Restaurierung von AltĂ€ren und Figuren begonnen werden kann und hofft auf weitere UnterstĂŒtzung.

Martin Reiter
Kirchenpfleger

 

Kirchenpfleger M. Reiter legt Zahlen offen:

Kosten fĂŒr Kirchenrenovierung

Im Rahmen des Neujahrsempfangs informierte Kirchenpfleger Martin Reiter besonders ĂŒber die Kosten und Abwicklung der Innenrenovierung unserer Marienkirche. Er sprach von einer großartigen Spendenbereitschaft, welche die Verbundenheit der Pfarrgemeinde mit dieser Kirchenrenovierung zeige. Anerkennende und dankende Worte fand er unter anderem fĂŒr die Kommune, Dekan Anton Parzinger, den Arbeitskreis Innenrenovierung, Architekt Max Kredwig und Restaurator Stefan Enzinger. Nachstehend die wichtigsten Schlagworte aus seiner Rede.

· 13 Kirchenverwaltungssitzungen + viel Ortsterminbesprechungen

· Schwerpunkt der Arbeit die Innenrenovierung der Pfarrkirche

· Bauabschnitt I mit Begasung, Verpress-, Stuck-, Stein- und Verputzarbeiten, alle Zimmerer- und Kirchenmalerarbeiten (ausgenommen Taufkapelle), elektrische Installation, Bankheizung € 203.240, das sind 42,5 % der Gesamtkosten

· ZuschĂŒsse: Gemeinde € 19.435 , Bayerische Landesstiftung €16.000, Kunstreferat € 10.000, Landesamt fĂŒr Denkmalpflege € 10.000

· Pfarrliche RĂŒcklagen und Baupauschalen € 83.500

· Spendengelder € 64.300

· Patenschaftskatalog wurde aufgelegt. Es wurden 50 Patenschaften von Stiftungen, Firmen, Vereinen, Gruppen und Privatpersonen im Gesamtwert von € 49.420 ĂŒbernommen.

· Figuren im Wert von € 24.200 sind bereits restauriert und Patenschaftsurkunden ĂŒbergeben

· Bauabschnitt II mit Restaurierung der AltĂ€re und Figuren kostet € 522.000

· Momentan Befunduntersuchungen am Hochaltar

· ZuschĂŒsse sind eingeplant

· Dankeschön den vielen Sponsoren des Pfarrblatts und die großzĂŒgige UnterstĂŒtzung

 

Pfarrkirche bald wieder im alten Glanz

Erster Gottesdienst in MariÀ Himmelfahrt bereits am 1. November

Die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt wird bald einen Großteil ihres alten Glanzes zurĂŒck erhalten. In wenigen Tagen soll die erste Phase der Renovierungsarbeiten abgeschlossen sein. Am l. November findet bereits wieder der erste Gottesdienst statt.

Die Stein-, Verpress- und Malerarbeiten im Inneren der Kirche stehen kurz vor der Vollendung. Nach fachlicher Beratung durch Dr. Christian Baur vom Landesamt fĂŒr Denkmalpflege entschied sich die Pfarrei, eine historische Raumfassung aus dem Jahr 1700 wieder herzustellen. „Decke und WĂ€nde sind in Weiß gehalten, die Netzrippen haben einen krĂ€ftigen Ockerton erhalten. Die Raumschale tritt somit dezenter in den Hintergrund und die barocken AltĂ€re kommen noch besser zur Geltung", erklĂ€rte Kirchenpfleger Martin Reiter.

Bis zu diesem ersten Erfolg war es jedoch ein weiter Weg. „Nur die UnterstĂŒtzung der Bevölkerung, der Vereine und Unternehmer hat es ermöglicht, die Rettung dieses Kulturschatzes einen so großen Schritt nach vorne zu tragen", so Reiter. Die Spendenbereitschaft war in der Tat groß, zahlreiche Gruppen trugen mit Benefizveranstaltungen dazu bei, BĂŒrger und GeschĂ€ftsleute ĂŒbernahmen Patenschaften fĂŒr beschĂ€digte Figuren.

In den letzten Tagen wurde auf Hochdruck gearbeitet und zahlreiche ehrenamtliche Helfer sind damit beschĂ€ftigt, die Kirche fĂŒr die erste Messe am l. November vorzubereiten. Mit diesem Datum beginnen auch wieder die regulĂ€ren Gottesdienste in Feldkirchen. Im Mitterfeldener Pfarrzentrum, wohin wĂ€hrend der Arbeiten ausgewichen wurde, beginnt der Gottesdienst wieder um 10 Uhr.

Beim Gottesdienst an Allerheiligen wird der Kirchenchor der Pfarrei unter Leitung von Peter Ullrich das Gotteshaus stimmlich wiedereröffnen. „Das ist ein besonderer Anlass, den wir ganz feierlich begehen wollen", blickt Dekan Anton Parzinger voraus. „Die Resonanz war bisher riesig, die ganze Pfarrei hilft zusammen. Ich hoffe, dass dieses Gemeinschaftswerk noch weiter vorankommt und möglichst viele Patenschaften ĂŒbernommen werden", freute sich Kirchenpfleger Martin Reiter.

Das gesamte Projekt der Innenrenovierung wird noch einige Zeit beanspruchen. In der zweiten Phase geht es dann darum, alle AltÀre, die Figuren und ebenso die EinrichtungsgegenstÀnde zu reinigen, zu restaurieren und zu erhalten.

 

Verkauf von “Bausteinen”

 

 

 

Die Verkaufsstellen sind:
Möbelhaus Reichenberger, Hammerau
BĂ€ckerei Lechner, Hammerau
BĂ€ckerei Unterreiner, Feldkirchen
PfarrbĂŒro, Mitterfelden

Auch Spenden auf das
Konto 100504106 bei der Volks-Raiffeisenbank Mitterfelden,
BLZ 710 900 00 sind möglich. Eine Spendenquittung wird auf Wunsch ausgestellt