FELDKIRCHEN

Kath. Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt

Lage des OrtesFeldkirchener Kirche

Malerisch umrahmt im Süden vom Bergmassiv des langgezogenen Untersbergs, im Südwesten vom Hochstaufen und im Westen vom dicht bewaldeten Högl, liegt das Kirchdorf Feldkirchen in einem weiten Becken, das sich von Salzburg nach Norden zu bis Laufen erstreckt. Dieses Landschaftsbild erfuhr seine entscheidende Prägung im Verlauf der letzten eiszeitlichen Periode vor 25000 bis 15000 Jahren, als der Gletscher aus dem inneralpinen Saalachtal ins Vorland austrat und unter seinen Eismassen bedeckte. Mit dem Rückzug des Gletschers entstand die weite, von Mooren durchsetzte Ebene im Norden, durch das abfließende Schmelzwasser der Lauf der Saalach im Südosten, die bei Freilassing in die Salzach mündet.

Besiedelung und Geschichte von Feldkirchen

Die Anhöhen der Umgebung weisen bedeutende Siedlungsspuren auf, die bis in die Jungsteinzeit zurückreichen. Aus den folgenden vorgeschichtlichen Epochen sind zahlreiche Funde bekannt, die für eine Siedlungskontinuität in diesem Raum sprechen. Ein römischer Grabaltar mit Inschrift aus der Zeit um 200 n.Chr. diente bis 1803 als Untersatz für ein Weihwasserbecken auf dem Feldkirchener Friedhof, und nicht weit davon entfernt wurde in einem Reihengrab aus bajuwarischer Zeit ein durch Münzabdrucke geprägtes Goldblattkreuz aus dem 7. Jh. (Heimatmuseum Bad Reichenhall) gefunden, das eine frühe christliche Begräbnisstätte an dieser Stelle belegt. Der Ortsname Feldkirchen ist bereits um 1300 urkundlich überliefert: ein gewisser Otto von Feldkirchen als Lehensträger Friedrichs d.J. von Törring-Törring. Dies weist nicht nur auf das Vorhandensein einer Kirche auf freiem Feld hin, worunter ,,offenes, ebenes Land“ zu verstehen ist, sondern spricht zugleich für das Bestehen einer weiteren Kirche im näheren Umkreis in einer topographisch anderen Situation: Die ,,Kirche im Feld“ im Gegensatz zu jener auf einer Anhöhe am Fuß des bewaldeten Högls gelegenen Kirche St. Laurentius in Ainring, der Mutterkirche der Filiale.

Kirchliche Entwicklung und Wallfahrt

Das Marien-Patrozinium deutet auf das 12./13. Jh. als Entstehungszeit der Kirche hin. Die Wallfahrt muss bereits im 14. Jh. geblüht haben und zählt somit zu den ältesten marianischen Gnadenstätten des südoberbayerischen und Salzburger Raumes, entstand also vor Altötting und Tuntenhausen. Die früheste bekannte Ablassurkunde datiert aus dem Jahr 1375. Wegen ,des großen Zulauf des Volkes‘ kommt es zu einem durch den Chiemseebischof Engelmar Ohrell 1420 geweihten Neubau. Ein Jahrhundert später, zwischen 1516 und 1521, entstand als sichtbarer Ausdruck vertiefter Volksfrömmigkeit, aber auch der Finanzkraft der Wallfahrtsstätte die gegenwärtige Kirche als letzte Blüte spätgotischen Bauschaffens im Umkreis von Salzburg. Begonnen um 1516 noch unter dem baufreudigen Erzbischof Leonhard von Keutschach, fand der Kirchenbau seinen Abschluss unter Erzbischof Kardinal Matthäus Lang. Die Weihe erfolgte durch den Chiemseebischof Berthold Pürstinger am 29. September 1521. Mit den Bauernkriegen, die das Erzstift heimsuchten, und durch die aufkommende Reformation kam die Marien-Wallfahrt rasch zum Erliegen und belebte sich erst wieder am Ende des 16. Jh., als Feldkirchen zur bevorzugten Gnadenstätte des Klerus, des Adels und der gehobenen Bürgerschicht der nahegelegenen Residenzstadt Salzburg aufstieg, was in der Folge zu einer reichen barocken Ausstattung der Kirche führte. Erst in der 2. Hälfte des 18. Jh. nahm der rege Besuch der Wallfahrtskirche wieder ab, nicht zuletzt veranlasst durch die aufblühenden Gnadenstätten in der Umgebung (Maria Plain bei Salzburg, Maria Mühlberg bei Waging und Maria Ponlach in Tiftmoning). Mit der Aufklärung im ausgehenden 18. Jh. fand die Wallfahrt schließlich ihr Ende. Die zur Pfarrei Ainring gehörende Filialkirche wurde 1949 Kuratie und 1958 zur Pfarrei erhoben.

Baugeschichte

Beim Einbau der Kirchenheizung wurden 1970 die Fundamente von zwei Vorgängerbauten festgestellt, und zwar vom wahrscheinlich romanischen Bau (Breite etwa 6,50 m) und vom gotischen Neubau von 141 0/20. Der ursprüngliche Kirchenboden lag etwa 70 cm tiefer, ebenso der Friedhof. Der heutige Bau aus Nagelfluhrquader und Bruchsteinmauerwerk entstand unter Einbeziehung des vorhandenen Turmes zwischen 1516 und 1521. Die in ihren Maßverhältnissen großzügig konzipierte Kirche weist an der Außenseite einen umlaufenden Sockel und unter dem Dachansatz ein Kaffgesims auf, an der Stirn des nördlichen Dachgesimses gegen Westen ein Steinmetzzeichen (das gleiche am Wandpfeiler unterhalb der Kanzel im Innern der Kirche) mit der Jahreszahl 1518. Am Chor stehen etwa 3 m hohe schlanke Streben auf gewundenem Sockel und fialenartiger Bekrönung (schadhaft). Das mittlere Fenster der Ostseite wurde in der Barockzeit zugemauert. An der Südseite steht die zweigeschossige Sakristei, umgestaltet im 18. Jh., und die Portalvorhalle aus der Erbauungszeit der Kirche (heute Taufkapelle).
Der aus Quadermauerwerk errichtete Westturm stammt in seinen unteren Geschossen mit den Schartenfenstern noch vom Vorgängerbau. Seine heutige barocke Gestalt erhielt er erst zwischen 1657 und 1659 durch Aufstockung um zwei Geschosse und einen zusätzlichen hohen achteckigen sowie durch Blindfenster (unten hoch- und oben queroval, gemalte Butzenscheiben) gegliederten Aufsatz mit schlanker Barockhaube. Am Übergang vom Viereck zum Achteck befindet sich ein stark profiliertes Gesims, an dessen Ecken auf Sockeln vier Steinkugeln angebracht sind (Bauleitung Hofbauverwalter Johann Paul Wasner, ausführender Maurermeister Hans Hasenerl, Salzburg). Die Erhöhung des Turmes führte wegen der unzureichenden Gründung zur Gefahr des Einsturzes, der 1662 mit der Errichtung einer hohen geböschten Stützmauer an drei Seiten begegnet wurde (Hofmaurermeister Hans Nußdorfer, Salzburg), die dem oben schlanken Turm in seinem unteren Teil ein schwerfälliges Aussehen verleiht.

Ausstattung

Dem dreijochigen Langhaus schließt sich nach Osten ein eingezogener einjochiger Chor mit fünf Achteckseiten an. Langhaus und Chor gliedern im Innern gekehlte, im Sockelbereich profilierte Wandpfeiler mit vorgelegten dreiviertel Runddiensten und gekehlten Schildbögen. Die Kapitelle und Gewölberippen wurden bei der Umgestaltung während der Barockzeit abgeschlagen, lediglich in der Südwestecke hat sich noch ein Kapitell erhalten; die bei der Renovierung 1880 nachgemalte Gewölbefiguration entspricht nicht der ursprünglichen Gestaltung. Im Chorraum befindet sich das Sakristeiportal aus Nagelflur, Kragsturz und Umrahmung durch sich überschneidende Stäbe. Die quadratische Portalvorhalle (heute Taufkapelle) zeigt ein Netzrippengewölbe (Vierpaß) auf Kragsteinen mit gewundenem Ansatz in den Ecken. Das innere Portal hat eine hochrechteckige Umrahmung aus zwei Stäben auf hohen kannelierten und gewundenen Fußgestellen, in den Zwickeln befinden sich inner - und außerhalb des Spitzbogens Dreipaßfüllungen, die Portalöffnung ist eselrückenförmig. Im Turmuntergeschoss, heute Eingang zur Kirche, erhebt sich ein Kreuzgratgewölbe.

Der Hochaltar, um 1640 entstanden, weist nicht mehr die ursprüngliche Gestalt auf. Er wurde bei der Renovierung 1878/80 durch Einfügung eines Aufbaues zwischen Mensa und Schrein erhöht, ebenso wurde eine neue Schreinumrahmung anstelle eines reich gestalteten Baldachins geschaffen, die das Erscheinungsbild des Altars nachteilig beeinträchtigt. Die am Altar beteiligten Künstler sind nicht bekannt. Der Schrein zeigt das Gnadenbild, von gedrehten und weinlaubumkränzten Säulen flankiert, auf einer geschnitzten und silbergefassten Wolkenbank und von zwei schwebenden Engeln umgeben: die thronende Maria mit dem stehenden Jesuskind auf ihrem rechten Knie. Sie umfasst den Sohn mit ihrem rechten Arm. Christus trägt Szepter und Weltkugel (wohl anstelle eines Apfels) in den Händen; auch Maria hält in der Linken ein Szepter. Es ist die Schreinfigur des spätgotischen Hochaltars, eine gute Schnitzarbeit um 1520, die Fassung ist erneuert. An der Außenseite der Säulen stehen auf Volutenkonsolen je ein Engel, darüber befinden sich Volutenbögen. Über den gekröpften vielgliedrigen Gebälk sitzen auf den beiden schrägen Giebelansätzen jeweils ein Engel, dazwischen ist der hohe schlanke Auszug mit Adikula, in deren von einem Sprenggiebel bekrönten und von Hermen gerahmten Nische die Halbfigur Gottvaters auf Wolken mit der Weltkugel in der Linken erscheint. Auf der Mensa steht ein reich gestalteter Rokokodrehtabernakel, um 1720 (aus der Wallfahrtskirche St. Wolfgang bei Rabenden 1956 erworben); auf ansteigenden Stufen des Tabernakels befinden sich zwei Anbetungsengel und vier Bischofsfiguren (die Heiligen Augustinus mit dem brennenden Herz, Ambrosius mit dem Bienenkorb, Rupertus mit dem Salzfass und Nikolaus mit den drei Goldkugeln, ursprünglich als die vier lateinischen Kirchenlehrer am Orgelprospekt), 1706. Neben dem Altar zwei große Leuchterengel, um 1720. Der linke Seitenaltar ist der Altar der Bruderschaft der Schmerzhaften Mutter Gottes und des hl. Sebastian, errichtet 1705. Sein Aufbau und dekorativer Schmuck stammen von dem Tischler und Bildschnitzer Michael Auer, die Fassung von dem Mesner und Lehrer Georg Geigl, beide aus Feldkirchen Das Altarbild mit der Darstellung der Marter des hl. Sebastian und das hochovale Auszugsbild, das den hl. Wolfgang zeigt, stammen von einem sonst nicht nachweisbaren Salzburger Maler namens Sigismund (wohl sein Vorname). Neben den Säulen stehen die Skulpturen des hl. Vitus mit Ölkessel und Palmzweig (Nebenpatron der Kirche) und des hl. Rochus mit Pilgerstab und der Pestbeule auf dem entblößten Oberschenkel. Diese und die beiden Engel auf den geschwungenen Giebelansätzen wurden von dem Reichenhaller Bildhauer Johann Schweiger geschaffen. Auf der Mensa die Holzskulptur der Anna Selbdritt, das sind die Mutter Anna mit der jungen Maria und dem gleichgroßen Jesuskind auf den Knien, um 1700 (die hl. Anna ist ebenfalls Nebenpatronin der Kirche). Rechts steht der ,,Dreikönigsaltar", 1709 vollendet. Sein Aufbau und seine Fassung stammen wohl von den Kunsthandwerkern des linken Altars. Sein qualtitävolles Altarbild eines unbekannten Malers zeigt die Anbetung der Heiligen Drei Könige, das Auszugsbild St. Georg von Georg Geigl. Die Seitenfiguren der hl. Bischöfe Blasius mit Kerzen und Dionysius mit dem Kopf auf dem Buch sowie die Engel auf den Giebelansätzen stammen ebenfalls von Johann Schweiger. Auf der Mensa steht ein kleiner Rokokotabernakel, um 1730. Die Kanzel an der Südwand hat Michael Auer geschaffen, die Fassung stammt von Josef Eisl von Neumarkt am Wallersee, um 1725/1 726; ursprünglich reicher gestaltet. Am Kanzelkorb zeigen 5 Medaillons künstlerisch bemerkenswerte Flachreliefs mit den Geheimnissen des Schmerzhaften Rosenkranzes, an den Ecken stehen die Figuren der vier abendländischen Kirchenväter und einer Schmerzhaften Mutter Gottes. Auf dem Schalldeckel befindet sich eine große Schutzengelfigur mit zwei Putten am Rand, ebenso eine spätgotische Figur des hl. Leonhard (spätere Zutat, wohl von einem früheren Seitenaltar). Die Kanzelrückwand zeigt das Bild des Guten Hirten in reicher Rokokoumrahmung, Mitte des 18. Jh. Über den ausführenden Meister der bildhauerischen Arbeiten sind keine Rechnungsbelege vorhanden, da die Errichtung der Kanzel durch Wohltäter veranlasst wurde. Im Westen befindet sich eine Doppelempore, die untere ruht auf je zwei Säulen mit Kerbschnitzereien, die kassettierte Decke zeigt Rankenmotive in den Füllungen, die Brüstung ist mit 12 Apostelbildern und Nennung der örtlichen Stifter verkleidet, datiert 1707. Die zurückgesetzte, in der Mitte nach vorne ausrundende obere Empore zeigt quer- und hochovale Füllungen an der Brüstung, wohl aus der Zeit um 1737, als ein neues Orgelwerk angeschafft wurde, dessen in Dunkelrot und Gold gehaltener Prospekt mit der Farbigkeit der Seitenaltäre in Einklang steht. Im Mittelteil ist eine Dreifaltigkeitsgruppe angebracht, seitlich des Orgelgehäuses zeigt je ein Engel ein Schriftband. An der Nordwand der unteren Empore hängt ein hochformatiges Ölbild des hl. Plegillus, wie ihm bei der eucharistischen Wandlung der Jesusknabe erscheint; es handelt sich um eine seltene Darstellung dieses Legendenmotivs; von einem in Salzburg tätigen, nicht näher bekannten italienischen Maler, 1. Hälfte 18. Jh.

Weitere Ausstattung

Die linke Wand des Chorraumes zieren die großformatigen Skulpturen Schmerzensmutter und Schmerzensmann (Schulterwunden-Christus), um 1720/25. Rechts befindet sich die Figur des hl. Johannes von Nepomuk, Mitte 18. Jh. An der östlichen Chorwand stehen mehrere bemerkenswerte Grabdenkmäler der Salzburger Familie Thenn, Verweser des nahegelegenen Hammerwerks Hammerau, spätes 16., frühes 17. Jh. (ehemals an der Außenwand der Kirche). Im Chorraum und Langhaus sind 15 geschnitzte und farbig gefasste halbplastische Medaillons

ohne Rahmen (Durchmesser 65 cm) mit volksnahen Darstellungen der freudenreichen, schmerzhaften und glorreichen Rosenkranzgeheimnisse, um 1725. Sie stammen wohl vom Bildhauer der Kanzelplastiken. Möglicherweise umrahmten diese Medaillons als illustrierende Andachtshilfe eine im Chorbogen hängende Marienplastik, bereits 1660 ist eine solche schon nachweisbar). Im Kirchenschiff links befinden sich die Skulptur Christus am Kreuz, datiert 1771, daneben ein großformatiges Votivbild von 1857. Der Kreuzweg mit 15 Stationen ist eine gute Arbeit aus der Zeit um 1730. Rechts, über dem ehemaligen Hauptportal, steht eine gefasste Holzplastik des hl. Josef, gute Schnitzarbeit um 1730. Neben der Kanzel zeigt eine Figurengruppe den ,,Tod Mariens", um 1520. Dieses wohl bedeutendste Kunstwerk der Kirche stammt wahrscheinlich aus der Predella des spätgotischen Hochaltares. Die kniende Maria ist umgeben von den 11 Aposteln, Johannes hält sie aufrecht und Petrus gibt ihr die Sterbekerze in die Hände, während ein Apostel links den Weihwasserkessel mit dem Sprengwedel hält und ein anderer rechts in das Weihrauchfass bläst.

Südliche Vorhalle

Die südliche Vorhalle war ab 1726 Allerseelen-Kapelle, seit 1956 ist sie Taufkapelle. Der ovale Taufstein ist ein ehemaliges Weihwasserbecken aus hellem Marmor, klassizistisch, Ende des 18. Jh. Der Aufsatz zeigt die Figurengruppe Taufe Jesu im Jordan durch Johannes den Täufer, um 1800. An der Ostwand Christus am Kreuz, darüber die Halbfigur Gottvaters mit der Heilig-Geist-Taube, zu beiden Seiten stehen auf Konsolen die Skulpturen Maria und Johannes, um 1720/25. Es sind qualitätsvolle Arbeiten eines unbekannten Bildhauers. Gegenüber zeigt ein Tafelbild von 1601 die Darstellung der Krankenheilung im Hause des Petrus zu Kapharnaum: ein Gedächtnisbild für Christoph Schiltberger, fürstlich-salzburgischer Goldschaider, gestorben 1599. Am inneren Portalbogenzeigen 7 ovale Medaillons aus Holz (Höhe 40, Breite 32 cm) die farbigen Reliefdarstellungen der Sieben Schmerzen Marias (Beschneidung, Flucht, der Zwölfjährige im Tempel, Kreuztall, Kreuzigung, Kreuzabnahme, Grablegung), 1880.

Eingang

An der Nordseite des ehemaligen Glockenhauses ist das Fragment eines dort freigelegten und aus konservatorischen Gründen auf neuem Bildträger aufgebrachten Freskos erhalten: Christus am Kreuz, links steht Maria, entstanden um 1400/20 — das älteste Zeugnis künstlerischer Ausgestaltung der Kirche. Von den 3 Grabsteinen ist beachtenswert jener für Maria Helena Ziegler mit der Darstellung von 15 Personen und 7 Fatschenkindern, darüber die Szene mit der Aufnahme Mariens in den Himmel, 1699. Das kunstvoll gestaltete schmiedeeiserne Abschlussgitter schuf Dominikus Lindner aus Teisendorf, 1653.

Würdigung.

Die Kirche Mariae Himmelfahrt von Feldkirchen spiegelt in Bau und Ausstattung das Aufblühen und den Niedergang in der Wallfahrtsfrömmigkeit der Bevölkerung des Umlandes. Ein erster Höhepunkt der Feldkirchener Wallfahrt dürfte Ende des 15. Jh. erreicht worden sein, was Anfang des 16. Jh. zu dem für ländliche Verhältnisse stattlichen Kirchenneubau führte. Nach einer Zeit der Stagnation der Wallfahrt erhielt die Kirche um 1640 u. a. einen frühbarocken Hochaltar und in den ersten Jahrzehnten des 18. Jh. mit den Seitenaltären, der Kanzel und der Orgel eine dem neuen Stilempfinden der Bevölkerung entsprechende Ausstattung, weitgehend gefördert durch die Bruderschaften als einflussreichen Gestaltern des religiösen Lebens. Noch wenig erforschte Kunsthandwerker des Ortes und aus dem heimatlichen Umkreis schufen zum großen Teil die qualitätvolle Ausstattung, die als eindrucksvoller Beweis für die schöpferische Kraft lokaler Künstler gelten kann.